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Höchstadt a. d. Aisch

Die Liebe Gottes verkündigen

In der Höchstadter evangelischen Christuskirche wird am Sonntag, 19. Juli, die neue Pfarrerin Sibylle Stargalla feierlich und offiziell in ihren Dienst eingeführt. Wir trafen sie zum Gespräch.
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Die Nachfolgerin von Pfarrer Jürgen Harder, der am 1. Juli wieder eine Interims-Stelle in Bronn/Pottenstein angetreten hat erzählt über ihr Leben, ihre Ziele, Hobbys und mehr.

Natürlich interessiert uns alle Ihr bisheriger Lebensweg.

Ich bin gebürtige Erlangerin und in Uttenreuth im Landkreis Erlangen Höchstadt aufgewachsen. Nach meinem Abitur am Emil-von-Behring-Gymnasium in Spardorf und dem Theologiestudium in Erlangen und Leipzig war ich als Gemeindepfarrerin in Gemeinden im Erlanger Dekanat und als Schulpfarrerin tätig. Zudem übe ich den Dienst der Geistlichen Begleiterin aus. Meine Ausbildung dazu habe ich in der Christusbruderschaft in Selbitz gemacht.

Haben Sie irgendwelche Hobbys?

Lesen ist mein Hobby und ich liebe die Natur, die ich gerne wandernd und radfahrend erkunde.

Haben Sie eine "Bessere Hälfte" an Ihrer Seite?

Ja ich bin Ehefrau und Mutter.

Was zog Sie ausgerechnet nach Höchstadt?

Das Profil der Stelle mit dezidiertem Schwerpunkt auf der Seelsorge.

Was sind Ihre Aufgaben in Höchstadt, neben Pfarrer Fritz Schäfer?

Neben den üblichen Aufgaben, die eine Pfarrerin hat, Gottesdienste zu feiern, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und ihnen an wichtigen Lebensübergängen beizustehen und Feste zu feiern, bin ich insbesondere für die Begleitung der gemeindlichen Seniorenarbeit und für die Seelsorge in den Seniorenheimen und im Kreiskrankenhaus zuständig und ich erteile evangelische Religionslehre am Gymnasium. Höchstadt Süd ist mein Sprengel.

Wie sind Ihre Vorstellungen von Ihrem Kirchen- und Menschendienst?

Mir ist es wichtig, mit Freude die Liebe Gottes zu verkündigen. Mit der besten Botschaft, die es gibt, "nah" bei den Menschen zu sein; gerade denen, die es schwer haben mit Trost und Ermutigung zugewandt, so dass sie sehen, hören und ahnen, dass Gottes liebender Blick auf ihnen, ja auf dieser so wundervollen und doch so zerrissenen Welt ruht. Das Pauluswort "Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden" beschreibt es passend.

Sie kennen schon Ihre neuen Schäfchen - genauso wie die Mitglieder des Kirchenvorstandes. Wie sind Ihre ersten Erfahrungen?

Ich bin gerade dabei, die Gemeinde kennenzulernen. Die Corona-Pandemie erschwert das natürlich. Die bisherigen Begegnungen, die ich hatte, waren durchwegs positiv.

Wie viel Zeit geben Sie sich zum Eingewöhnen?

Den Zeitraum eines Kirchenjahres.

Wie stellen Sie sich Ökumene hier auf dieser Ebene vor?

Auf meinen bisherigen Stellen hatte ich eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit mit meinen katholischen Kollegen und die Ökumene wurde intensiv gelebt. Das wünsche ich mir für meinen Dienst in Höchstadt ebenso.

Haben Sie ein Bibelwort, das Sie seit Ihrer Konfirmation - oder auf Ihrem Weg als Pfarrer stets begleitet und Kraft gibt?

"Euer Herz soll sich freuen und eure Freude soll niemand von euch nehmen." Dieses Wort aus dem Johannesevangelium ist mein selbst gewählter Konfirmationsspruch und begleitet mich in meinem beruflichen und privaten Leben. Es ist die Freude, die nicht an äußere Gegebenheiten oder bestimmte Umstände gebunden ist, sondern die dadurch kommt, dass Jesus Christus gegenwärtig ist jeden Tag, jede Stunde, jede Minute.

Werden Sie die Festpredigt halten - und wenn ja - welches Thema?

In dem Gottesdienst zu meiner Installation werde ich zur Freude am Glauben predigen.