Der Zweckverband "Bauschuttdeponie Kirchleus" ist weiterhin schuldenfrei. Das zeigte Landrat Klaus Peter Söllner als Vorsitzender der Zweckverbandsversammlung auf. Aufgrund der guten finanziellen Situation sei man derzeit auch in der Lage, die notwendige Erweiterung mit einem Auftragsvolumen von knapp 2,4 Millionen Euro zu stemmen.

"Wir haben eine extrem erfolgreiche Entwicklung hinter uns, die ein Spiegelbild der Bauwirtschaft ist", so Söllner. Die Ablagerungsmengen hätten sich seit 2002 verzehnfacht. Die Rücklage liege bei 4,2 Millionen Euro. Einstimmig verabschiedete die Versammlung den Haushalt des Zweckverbands mit einem Gesamtvolumen von knapp 3,6 Millionen Euro. Geschäftsleiter Günter Söllner bezifferte die Gebühreneinnahmen auf 1,144 Millionen Euro, er ging dabei von einer Anliefermenge von 130 000 Tonnen aus.

Bekanntgegeben wurde auch das Ergebnis der Jahresrechnung 2020. Der allgemeinen Rücklage konnten 992 316 Euro zugeführt werden. Günter Söllner dazu: "Das Jahr 2020 verlief erneut sehr positiv, der Deponiebetrieb vollständig reibungslos."

542 Tonnen am Tag

Die Anlage war an 241 Tagen 2087 Stunden lang für die Anlieferer aus dem Verbandsgebiet geöffnet. Täglich wurden durchschnittlich 542 Tonnen Material fachgerecht abgelagert. Dabei handelte es sich überwiegend um Bauschutt und Erdaushub. Die größten Mengen stammten von der Hochwasserfreilegung Purbach, den Bauarbeiten am Klinikum Kulmbach und vom Radwegebau in Gifting und Stockheim im Kreis Kronach.

Festgestellt wurden die Jahresrechnungen für die Haushaltsjahre 2017 und 2018. Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Robert Bosch, hatte keinerlei Beanstandungen.

Beschlossen wurde eine Änderung der Gebührensatzung, die zum 1. Januar 2022 in Kraft tritt. So betragen die Gebühren bei Selbstanlieferung von Abfällen dann bei unbelastetem Erdaushub, Abraum und Kies 8,60 Euro je Tonne. Nicht aufbereitungsfähiger mineralischer Bauschutt und Produktionsrückstände kosten 13 Euro je Tonne. Für Schlämme fallen 17,25 Euro je Tonne an, für sonstige Produktionsrückstände 21,60 Euro und für Wurzelstöcke 80 Euro.

Michael Beck erstattete noch einen Sachstandsbericht zur Erweiterung der Deponie Kirchleus. Die Arbeiten werden von der Firma RK Landschaftsbau Neuenmarkt ausgeführt. Im Februar will man fertig sein.