Geboren 1989, 1990 und 1995 - es sind die Jungen, die in den nächsten Tagen in Bad Kissingen den Ton angeben. Sechs Pianisten treten seit Donnerstag auf dem Klavierolymp gegeneinander an. Den Auftakt machte am Donnerstag der Franzose Jean-Paul Gasparian. Der 22-Jährige hat Werke von Dorman, Mozart, Prokofiew und Rachmaninow vorbereitet.
Als sich die jungen Musiker gestern im Hotel Victoria der Presse vorstellten, fehlte einer: Der Sturm hielt Victor Soos (21) in der Nähe von Hannover auf.
Einer der sechs will also bis Sonntag den Klavierolymp erklimmen, doch jeder muss an der fünfköpfigen Jury im Rossini-Saal vorbei.
In dieser sitzt neben Kissinger-Sommer-Intendant Tilman Schlömp auch der Kultur-Kritiker der Saale-Zeitung, Thomas Ahnert.
Der Klavierolymp wird von Mitgliedern des Fördervereins Kissinger Sommer, Privatleuten und Sponsoren sowie vom Bezirk Unterfranken finanziert.
Tatsächliche Verlierer gibt es nicht, auch wenn es mindestens einen ersten Platz geben wird. Denn alle Sechs werden im nächsten Jahr beim Kissinger Sommer auftreten. Und auch die Zuschauer werden Gewinner sein. Denn der Klavierolymp hat bereits Preisträger wie Martin Helmchen, Nikolai Tokarev, Igor Levit oder Herbert Schuch hervorgebracht.
Am Donnerstag also saß Jean-Paul Gasparia an den Tasten (19.30 Uhr, immer Rossini-Saal). Am Freitag, 6. Oktober: Luisa Imorde (Beethoven, Saygun, Liszt, 19.30 Uhr), am Samstag, 7. Oktober: Emre Yavuz (Scarlatti, Beethoven, Rachmaninow..., 11 Uhr), Kiveli Dörken (Beethoven, Schumann, Widmann, 15.30 Uhr), Viktor Soos (Beethoven, Brahms, Boulez, Liszt, 19.30 Uhr) und Sonntag, 8. Oktober: Sergei Redkin (Beethoven, Schubert, Liszt, Prokofiew..., 11 Uhr).
Es gibt noch Karten für die Konzerte.