Die blonde Steinachnixe entstieg den Fluten mit süßen Naschereien

1 Min
Die Steinachnixe bot den Kindern etwas zu naschen an. Foto: Klaus-Peter Wulf
Die Steinachnixe bot den Kindern etwas zu naschen an. Foto: Klaus-Peter Wulf

Eine Riesenresonanz fand das Angebot der Ortsgruppe Stadtsteinach des Frankenwaldvereines unter dem Thema "Wir erkunden Kultur und Natur im Steinachtal". Vi...

Eine Riesenresonanz fand das Angebot der Ortsgruppe Stadtsteinach des Frankenwaldvereines unter dem Thema "Wir erkunden Kultur und Natur im Steinachtal". Viele hatten sich bei Hilde und Sepp Madl bereits telefonisch angemeldet, doch mit dem Kommen von über 100 Personen jeden Alters hatten beide wohl am wenigsten gerechnet.
Dann ging's los und Madl erklärte, dass die alte Schneidmühle nach 130 Jahren braver Arbeit 1980 ihren Dienst quittieren musste. In der Regel bedeutete dies das Todesurteil, doch der "Schneidmühle am Hochofen" bei Stadtsteinach erging es als Zeuge der Vergangenheit besser. Sie wurde von Professor Paul Kuff von der Fachschule Düsseldorf entdeckt und es setzte eine intensive Planung ein. Anfang 1982 begannen die Renovierungsarbeiten des Industriedenkmals durch Professoren und Studenten. Die Anlage schneidet heute die Baumstämme bei Bedarf mit geringem Vorschub und Einsatz weniger Sägen durch den Antrieb des Mühlrades. 1#googleAds#100x100


Im Eigentum Bamberger Bischöfe

Weiter ging's hinein ins Steinachtal und den Wander- und Forstweg hinauf zur Nordeck. Die Gruppe "Cantabene" begrüßte am Fuße der Burgruine alle mit mittelalterlichen Klängen. Sepp Madl ließ es sich auch hier nicht nehmen, einiges zu ihrer Geschichte preiszugeben. Ein Graf von Henneberg war es, der um das Jahr 1000 die Veste Nordeck zum Schutz seines abgelegenen Besitzes erbaute. Sie ging dann in der Mitte des 12. Jahrhunderts an die Bamberger Bischöfe über. Diese setzten Amtmänner ein, die auf der Nordeck wohnten. Im bäuerlichen Aufstand 1525 erfüllte sich dann das Schicksal der Burg. Die Bauern rammten in Abwesenheit der Bewohner und Bewacher die Tore ein, plünderten Vorratskammern und Waffenlager, rissen Wälle und Mauern nieder und warfen Brandfackeln in die Dachstühle. Von der stolzen Veste blieb nur ein Trümmerhaufen mit den Resten des achteckigen Gefängnis- und Wartturmes sowie dem Kopf der Zugbrücke übrig.
Nach einem Blick in die Burgruine nahmen alle den Weg hinunter zur Waldschänke, als plötzlich die blonde Steinachnixe (Hermanita Espig) den Fluten entstieg und Kindern etwas zu naschen anbot. Da die Erlebnistour auch im Ferienpass des Landkreises Kulmbach enthalten ist, bot das Spielmobil des Landkreises auf dem Parkplatz vieles zum Basteln und Spielen sowie Kinderschminken an. kpw