Seit einigen Jahren erhalten Ramsthaler Vereine oder Gruppierungen die Gelegenheit, ihre Aufgaben und Arbeit den Bürgern vorzustellen. In diesem Jahr hatte Edwin Metzler als Vorsitzender und Jagdvorsteher der Jagdgenossenschaft die Gelegenheit dazu. Die Jagdgenossenschaft ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, welche die Interessen der Grundbesitzer einer Jagd (bejagbaren Fläche) vertritt.

In Ramsthal beträgt diese Fläche 769 Hektar, die sich 147 Mitglieder teilen. Jeder Grundbesitzer ist automatisch Mitglied. Ausgenommen sind Grundstücke innerhalb von Ortschaften, besondere durch die Jagdbehörde ausgegrenzte Grundstücke, Hofräume und Hofgärten. Über die zugehörigen Grundstücke führ die Jagdgenossenschaft ein Jagdkataster. Die Jagd in Ramsthal gehört zur Hegegemeinschaft 588 Sulzthal und teilt sich in zwei Jagdbögen mit 286 Hektar und 488 Hekar mit einem Waldanteil von 47 und 45 Prozent auf. Der Bereich der Waldkörperschaft Altenreichthal gehört nicht zur Jagdgenossenschaft. Am Beginn eines jeden Jahres findet eine nichtöffentliche Mitgliederversammlung statt. Die Versammlung wählt einen Jagdvorstand, der fünf Jahre amtiert. Das Stimmrecht in der Versammlung orientiert sich an der Grundfläche des Mitgliedes. Jagdvorsteher ist momentan Edwin Metzler, sein Stellvertreter ist Alexander Unsleber, der auch das Jagdkataster führt. Beisitzer sind Daniel Lohfink, Andreas Günder (Schriftführer)und Bernhard Sixt (Kasse).

Aufgaben der Jagdgenossenschaft ist die Entscheidung über die Verwendung des Jagdschillings (Jagdpacht) und die Führung des Jagdkatasters. Die Verpachtung der Jagd und die Kontrolle der Einhaltung des Jagdpachtvertrages. Auch die Verbissaufnahme und der Vorschlag zum Abschussplan gehören zu den Aufgaben.

Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde im Wegebau durch finanzielle Beteiligung sowie die Abstimmung in Angelegenheiten der Natur nimmt die Jagdgenossenschaft ebenfalls wahr. Jagdgenossen sind nicht nur für das Jagen da, sondern auch dafür, dass die Natur geschützt wird.

Die Genossenschaft hat Vorschläge für Wasserbecken als Tiertränken in der trockenen Jahreszeit gemacht und diese teilweise schon umgesetzt. Blühwiesen und die Vogelfütterung außerhalb des Ortes im Winter werden von den Jagdgenossen bezuschusst. hla