Die Integration Geflüchteter in das sportliche Geschehen und das Vereinsleben des Fußball-A-Klassisten FC Knetzgau hat schon öfter für positive Schlagzeilen gesorgt. Nun hat sich auch die DFB-Stiftung "Egidius Braun" im Rahmen ihres Programms "2:0 für ein Willkommen" dazu entschlossen, die Knetzgauer Fußballer bei ihrer Arbeit mit Geflüchteten zu unterstützen.

Es wird einen nicht unerheblichen Zuschuss für Fahrtkosten sowie Ausrüstungs- und Trainingsgegenstände für die FC-Spieler mit Flucht- beziehungsweise Migrationshintergrund geben. "Wir sind sehr stolz auf unsere Erfolge in der Integrationsarbeit. Letztendlich konnten wir zeigen, dass es dem Verein, den Flüchtlingen und auch der Gemeinde Knetzgau etwas bringt", betont Alexander Klauer, der Vorstand des FC Knetzgau. Die Integration zahlreicher Geflüchteter in den Verein seit 2015 habe maßgeblich dazu beigetragen, dass der FC mit seiner ersten Mannschaft nun wieder in der A-Klasse spiele und dass man mittlerweile auch wieder zwei Mannschaften für den Spielbetrieb anmelden konnte.

Auch die Geflüchteten, die alle berufstätig sind oder sich in einer Ausbildung befinden, betonen, wie sehr ihnen der Sport und das Drumherum beim FC Knetzgau bei der Integration in die deutsche Gesellschaft geholfen hätten. "Das hier beim FC hat etwas von einer Familie", sagt etwa der aus dem syrischen Aleppo stammende Spieler Zaher Msallati.

Der Weg zu einer finanziellen Unterstützung bei der Integrationsarbeit war nicht unbedingt leicht. Benjamin Schraven, der Schriftführer des FC Knetzgau, betont: "Schulterklopfer für die Arbeit mit Geflüchteten hat man etwa vonseiten der Lokalpolitik natürlich immer schnell. Wenn es aber um echte Unterstützung geht, dann wird es schon deutlich schwieriger." Umso erleichterter sei man nun, dass die DFB-Stiftung den Verein fördert. Auch vereinsintern werden Integrationsarbeit und -leistungen sehr wertgeschätzt. So wurden auf der Weihnachtsfeier des FCK vor kurzem sowohl Zaher Msallati als auch der aus Tunesien stammende Torwart Khalil Hosni für ihre herausragenden Leistungen auf dem Platz, aber auch in Sachen Integration ausgezeichnet. red