Vereinsleben muss lustig sein. Das ist das Motto des Vorsitzenden der Spvg Eicha, Mike Gallinsky. "Es muss Spaß machen, sich mit seinen Freunden in der Freizeit zu verwirklichen." Und der Spaß habe im vergangenen Jahr, zu dessen Beginn er als Nachfolger von Winfried Beyer an die Vereinsspitze gewählt worden ist, ganz klar überwogen. Gallinsky berichtete bei der Hauptversammlung vor 70 stimmberechtigten Mitgliedern, dass der mit seiner Berufung vollzogene Strukturwandel erste Früchte trage. Die Zahl der Vorstandssitzungen sei minimiert worden. Das sei auch dem Umstand geschuldet, dass in den sieben neu geschaffenen Arbeitsbereichen, deren Leiter zusammen den Vorstand bilden, zunehmend autark gearbeitet werde und das Engagement der Verantwortlichen stimme. Als Beispiel nannte Gallinsky den Bereich Verwaltung, in dem Heinrich Fischer das Tagesgeschäft "top" erledige.

Auch im sportlichen Bereich überwiege trotz hier und da unbefriedigender Tabellensituation derzeit Spaß und Freude. Obwohl es viele - nicht immer angenehme - Gespräche gegeben habe, um in den einzelnen Mannschaften die Weichen zu stellen, Posten nachzubesetzen und Lösungen zu finden, erklärte Zweiter Vorsitzender Timo Angermüller. Vor allem im Frauenfußball habe es einige Umwälzungen gegeben, die jedoch erfolgreich gemeistert worden seien. Erfreulich sei, dass eine Bambini-Mannschaft aus der Taufe gehoben wurde, in der Kinder zwischen drei und acht Jahren für Fußball begeistert und an den Verein herangeführt werden. Laut Vorstandsbeschluss werden diese Kinder für das Jahr 2020 beitragsfrei gestellt, im kommenden Jahr sollen die Mitgliedsbeiträge dann - abgestimmt auf diese Altersklasse - neu gestaffelt werden.

Ein tolles Jahr haben die "Trächer Laienspieler" hinter sich. Beim Wirtshaus-Krimi, der im Frühjahr sowohl im Sportheim als auch im Restaurant Kräutergarten auf die Bühne gebracht wurde, habe es einen nie für möglich gehaltenen Run auf Tickets gegeben, berichtete der Leiter der Theatergruppe, Stefan Franz. Die Rückkehr ins Freizeitzentrum für die reguläre Laienspiel-Saison im Herbst habe sich als Mammut-Aufgabe entpuppt. Eine logistische wie organisatorische Herausforderung, die jedoch bravourös gemeistert worden sei.

Jugendtrainer Thorsten Kotschy, der sich in der Freizeit viel mit der Orts- und Vereinsgeschichte beschäftigt, kündigte an, ein Vereinsarchiv anlegen (einen ersten Band mit vielen Dokumenten aus dem Jahr der Fahnenweihe hatte er bereits mitgebracht) und - auch mit Blick auf das 75. Vereinsjubiläum im Jahr 2022 - ein Retro-Trikot mit dem Original-Wappen auflegen zu wollen.

Zum Ende der Hauptversammlung zeichneten Mike Gallinsky und Heinrich Fischer eine Reihe verdienter Mitglieder aus. Reinhard Fischer, als Fußballer Mitgestalter des sportlichen Höhenflugs in den 80er und 90er Jahren, wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft bei der Spvg Eicha ausgezeichnet und zum Ehrenmitglied ernannt. Winfried Müller, dem diese Ehre schon anlässlich seines 75. Geburtstages zuteil geworden war, bekam nachträglich die Anstecknadel in Gold. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Katja Bätz, Christian Funk, Johannes Höllein sowie (in Abwesenheit) Sara Bauer-Oertel, Sebastian Markert, Christian Reißenweber, Gudrun Reuter, Steffen Schmidt und Carolin Schramm geehrt.

Eine besondere Auszeichnung als Dank und Anerkennung für geleistete Arbeit wurde Arno Herrmann und Siegfried Löhnert zuteil. Herrmann hat die Frauenfußballabteilung 19 Jahre lang mit viel Herzblut geleitet, Löhnert 37 Jahre lang bei der Pflege der Sportplätze mitgeholfen. Beide müssen aus gesundheitlichen Gründen nun kürzer treten, wurden vonseiten der anwesenden Mitglieder als Zeichen der Wertschätzung aber mit anhaltendem Applaus bedacht. johö