Am vergangenen Freitag fand in Anwesenheit des Bamberger Landrats Johann Kalb (CSU) und Bürgermeister Roland Kauper (CSU) aus Scheßlitz die öffentliche Verkehrsfreigabe des letzten Bauabschnitts der Kreisstraße Bamberg 30 mit der Einmündung in die Bundesstraße 22 statt.

Im Zuge der Aktion "Erkennbare Kreuzung" wurde die Kreisstraße im Einmündungsbereich aufgeweitet. In der Mitte der Fahrbahn befindet sich ein erhöhter Fahrbahnteiler, in Fachkreisen kurz als "Tropfen" bezeichnet. Dieser bewirkt, wie Matthias Meister vom Fachbereich Tiefbau des Landratsamtes Bamberg erläuterte, nicht nur eine bessere Sichtbarkeit der Einmündung von der Kreisstraße, sondern auch von der Bundesstraße aus. Aus diesem Grund war auch Harald Thiele vom Staatlichen Bauamt Bamberg vor Ort. Die Kosten für die Verkehrssicherungsmaßnahme, 100 000 Euro, tragen das Staatliche Bauamt zu zwei Dritteln und der Landkreis Bamberg zu einem Drittel.

Geringere Unfallgefahr

Eine erste Einmündung mit dem "Tropfen" nach diesem Verkehrssicherheitsprogramm des Bayerischen Staatsministeriums für Bauen, Wohnen und Verkehr war im Landkreis Bamberg bereits 2019 mit der Einmündung der BA 28 in die B 22 bei Steinfeld realisiert worden. Eine weitere folgt bei der Einmündung der BA 44 in die B 22 bei Untersteinach. Die Unfallgefahr lässt sich an solchen neuralgischen Stellen laut Fachleuten auf diese Weise um 50 Prozent reduzieren.

Zügig waren die Bauarbeiten mit der Straßen- und Tiefbaufirma Rädlinger und der Niederlassung in Selbitz vorangegangen. In einem ersten Bauabschnitt war im Sommer das Teilstück von Ludwag nach Kübelstein erstellt worden.

Der zweite Bauabschnitt ab Ortsende Kübelstein bis zur Einmündung in die B 22 wurde dann Ende August begonnen.

Keine Klagen bekannt geworden

Neben der bereits erwähnten Einmündung musste auf ganzer Strecke die alte Asphaltdecke abgefräst und entsorgt werden. Ein neuer Belag wurde in zwei Schichten aufgebracht, wobei die Straße geringfügig verstärkt und verbreitert wurde. Auch die in die Arbeiten einbezogenen Bankette "tragen zu einer stabilen Fahrbahn querseitig bei", wie Matthias Meister ausführte.

Bürgermeister Kauper betonte die reibungslose Zusammenarbeit mit der Baufirma. Seitens der ansässigen Bewohnerschaft seien ihm keine Klagen bekannt.

Nach restlichen Abschlussarbeiten konnte am gestrigen Dienstag der Verkehr wieder über die BA 30 fließen.