Der Gemeinderat Knetzgau diskutierte über das Container-Areal in Zell und die Planungen für den Skater-Platz.
Christiane Reuther Der Containerstellplatz in der Mühlgasse im Knetzgauer Gemeindeteil Zell am Ebersberg sorgt für Unmut. Bei der Gemeindeverwaltung sind Beschwerden von Anwohnern eingegangen, wie Bürgermeister Stefan Paulus (CWG, SPD) während der Gemeinderatssitzung am Montagabend im Rats- und Kultursaal dem Gremium unterbreitete. Von einem Anwohner liegt sogar das Schreiben eines Anwalts vor.
Einen Streit in Kauf nehmen oder einen Standortwechsel in Erwägung ziehen? Das war die Frage. Das Thema ist laut Bürgermeister immer wieder Bestandteil der Bürgerversammlungen in Zell gewesen. "Belassen und eine Kamera aufstellen", schlug der Zeller Gemeinderat Willi Fuß (CSU) vor. Der Standort für die Container ist laut Fuß schon immer in der Mühlgasse gewesen.
"Einen Rattenschwanz hinter sich herziehen" sah der eine oder andere Gemeinderat bei einem Standortwechsel. Denn dann würden sich die Bewohner aus anderen Gemeindeteilen über den einen oder anderen Standort ebenfalls beklagen.
Gelbe Tonne
Zweiter Bürgermeister Bernhard Jilke (FDP/FB) erklärte, dass mit der Einführung der gelben Tonne Anfang nächsten Jahres der Weißblechbehälter ohnehin wegfalle. Der Kleidercontainer sei vermietet und die Glascontainer müsse man belassen.
Der Gemeinderat war sich dann einig: Der Containerstellplatz wird am bisherigen Standort in der Mühlgasse belassen.
Der Gemeinderat hat die fünfte Änderung des Bebauungsplanes "An der Klinge" innerhalb des Industriegebietes in der Gemarkung Knetzgau beschlossen. Die Fläche wird als "Sondergebiet Skateranlage" ausgewiesen. Im nächsten Zug wurde dann die Maßnahme "Skate- und Bikepark Knetzgau" im Rahmen eines Leader-Förderprojektes beschlossen.
Die Projektträgerschaft obliegt vollumfänglich der Gemeinde Knetzgau. Diese übernimmt die Kofinanzierung des Projektes mit einer Gesamtsumme von bis zu 500 000 Euro. Die erforderlichen Finanzierungsmittel werden laut Bürgermeister bereitgestellt. Die Förderzusagen von bis zu 200 000 Euro sind laut Aussage des Kämmerers Marco Depner gesichert.