Der Standort bleibt

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Der Containerstellplatz in der Mühlgasse im Knetzgauer Gemeindeteil Zell am Ebersberg sorgt für Unmut. Er wird dennoch laut Beschluss des Gemeinderates an dem Platz belassen. Foto: Robert Selig
Der Containerstellplatz in der Mühlgasse im Knetzgauer Gemeindeteil Zell am Ebersberg sorgt für Unmut. Er wird dennoch laut Beschluss des Gemeinderates an dem Platz belassen.  Foto: Robert Selig

Der Gemeinderat Knetzgau diskutierte über das Container-Areal in Zell und die Planungen für den Skater-Platz.

Christiane Reuther Der Containerstellplatz in der Mühlgasse im Knetzgauer Gemeindeteil Zell am Ebersberg sorgt für Unmut. Bei der Gemeindeverwaltung sind Beschwerden von Anwohnern eingegangen, wie Bürgermeister Stefan Paulus (CWG, SPD) während der Gemeinderatssitzung am Montagabend im Rats- und Kultursaal dem Gremium unterbreitete. Von einem Anwohner liegt sogar das Schreiben eines Anwalts vor.

Einen Streit in Kauf nehmen oder einen Standortwechsel in Erwägung ziehen? Das war die Frage. Das Thema ist laut Bürgermeister immer wieder Bestandteil der Bürgerversammlungen in Zell gewesen. "Belassen und eine Kamera aufstellen", schlug der Zeller Gemeinderat Willi Fuß (CSU) vor. Der Standort für die Container ist laut Fuß schon immer in der Mühlgasse gewesen.

"Einen Rattenschwanz hinter sich herziehen" sah der eine oder andere Gemeinderat bei einem Standortwechsel. Denn dann würden sich die Bewohner aus anderen Gemeindeteilen über den einen oder anderen Standort ebenfalls beklagen.

Gelbe Tonne

Zweiter Bürgermeister Bernhard Jilke (FDP/FB) erklärte, dass mit der Einführung der gelben Tonne Anfang nächsten Jahres der Weißblechbehälter ohnehin wegfalle. Der Kleidercontainer sei vermietet und die Glascontainer müsse man belassen.

Der Gemeinderat war sich dann einig: Der Containerstellplatz wird am bisherigen Standort in der Mühlgasse belassen.

Der Gemeinderat hat die fünfte Änderung des Bebauungsplanes "An der Klinge" innerhalb des Industriegebietes in der Gemarkung Knetzgau beschlossen. Die Fläche wird als "Sondergebiet Skateranlage" ausgewiesen. Im nächsten Zug wurde dann die Maßnahme "Skate- und Bikepark Knetzgau" im Rahmen eines Leader-Förderprojektes beschlossen.

Die Projektträgerschaft obliegt vollumfänglich der Gemeinde Knetzgau. Diese übernimmt die Kofinanzierung des Projektes mit einer Gesamtsumme von bis zu 500 000 Euro. Die erforderlichen Finanzierungsmittel werden laut Bürgermeister bereitgestellt. Die Förderzusagen von bis zu 200 000 Euro sind laut Aussage des Kämmerers Marco Depner gesichert.

Der Betrieb der Anlage, die nach den Wünschen von Jugendlichen geplant ist, wird während der Zweckbindungsfrist durch die Gemeinde Knetzgau sichergestellt. Auf Nachfrage aus dem Gemeinderat nach Unterhaltskosten bestätigte der Bürgermeister, dass diese überschaubar seien. Die jungen Leute wollen laut Paulus einen Verein gründen und ein Nutzungskonzept erstellen, das die Unterstützung beim Unterhalt zusichert, wie er sagte.

Der Gemeinderat beschloss im Verlauf der Sitzung den Kauf von zwei neuen Einsatzfahrzeugen vom Typ MLF für die Freiwilligen Feuerwehren Hainert und Unterschwappach. Ursprünglich waren Fahrzeuge vom Typ TSF-W angedacht. Bei einem Gespräch mit den Kommandanten aller beteiligten Feuerwehren war man aber zur Auffassung gelangt, dass der Fahrzeugtyp MLF die bessere Variante sei, da er etwas größer gebaut ist und ein höheres Löschwasservolumen besitzt. Zudem steht bei der Anschaffung des MLF eine höhere Förderung in Aussicht. Die Freiwillige Feuerwehr Steinsfeld (Gemeinde Wonfurt) wird voraussichtlich ebenfalls ein Fahrzeug vom Typ MLF beschaffen. Falls eine gemeinschaftliche Beschaffung gelingt, erhöht sich der staatliche Zuschuss um 5000 Euro. Damit würden sich die Mehrkosten in Höhe von 10 000 Euro für die Gemeinde im Rahmen halten.