Das Fronleichnamsfest wurde in Herzogenaurach in diesem Jahr in einer anderen Form festlich begangen. Nach dem Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche spendete Stadtpfarrer Helmut Hetzel den Eucharistischen Segen.

In der Stadtpfarrkirche feierten die Gläubigen die Messfeier mit dem nötigen Abstand, außerdem waren auf dem Kirchenplatz Sitzgelegenheiten für Gottesdienstbesucher aufgestellt und die Feier wurde mit Lautsprechern übertragen.

In seiner Begrüßung ging Hetzel darauf ein, dass Fronleichnam eigentlich ein Fest sei, bei dem die Gläubigen auf die Straße hinausgehen würden. Allerdings sei dies in diesem Jahr nicht möglich. In seiner Predigt nahm er auf das Johannesevangelium mit dem Tenor "Wer dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit!" Laut Statistik seien die Deutschen gute Fleischesser. Aber es sei ein Geheimnis des Glaubens, dass wir in jeder Eucharistie das Fleisch Christi essen würden. Denn es würden Brot und Wein in Leib und Blut Jesu verwandelt. Physisch bleibe Brot das Brot und der Wein bleibe Wein. Stattdessen geschehe die Verwandlung in unserem Inneren, im Ort des Glaubens. Vor allem solle die innigste Verbindung mit Jesus durch Brot und Wein deutlich werden.

Mehr Menschlichkeit

Diese Verwandlung brauche es auch im Leben, eine Veränderung, damit das Leben lebenswert werde. Unser Verhalten habe sich durch Corona geändert, eine Verwandlung hin zu mehr Menschlichkeit. Diese Verwandlung brauche es auch in der Politik. Seine Predigt beendete Hetzel mit einen Text von Pater Joe Übelmesser, die fünfte Verwandlung.

Anstelle von Fürbitten waren die Gläubigen gehalten, in Stille über die Frage nachzudenken: Braucht es eine Veränderung in meinem Leben?

Da eine Prozession durch die Stadt in diesem Jahr nicht möglich war, spendete Hetzel von der Drehleiter des Feuerwehrautos den Anwesenden und der ganzen Stadt den Eucharistischen Segen. Die Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach, die üblicherweise die Träger für den Tragehimmel stellt, beteiligte sich in diesem Jahr auf diese Weise am Fronleichnamsfest. Zum Abschluss spielte Hannes Schwab mit der Trompete das Frankenlied und die Bayernhymne von der Drehleiter.