Es geht voran mit dem Bau eines neuen Aussichtsturms am Zabelstein im Steigerwald. Das bayerische Umweltministerium hat nun dem Naturpark Steigerwald durch die Regierung von Unterfranken über die Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie eine Förderung in Höhe von 230 000 Euro für den neuen Aussichtsturm in Aussicht gestellt, wie das Landratsamt in Schweinfurt mitteilte. Das entspricht einem Fördersatz von 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Die weitere Umsetzung erfolgt durch den Landkreis Schweinfurt als Mitglied des Naturparks Steigerwald, auf dessen Fläche sich der Zabelstein befindet.

"Die Genehmigungsplanung ist abgeschlossen, die Baugenehmigung ist erteilt", berichtete der Schweinfurter Landrat Florian Töpper bei einem Zusammentreffen aller Beteiligten vor Ort. Sobald die Detailstatik des Tragwerkplaners abschließend geprüft ist, werden die Holzbau- und Stahlarbeiten für den neuen Zabelsteinturm ausgeschrieben und beauftragt. Nach aktueller Planung soll der neue Turm bis Ende des Jahres stehen.

"Das ist eine gute Nachricht für ganz viele. Denn wir wissen, dass der Turm sowohl bei den Einheimischen als auch bei den Touristen aus nah und fern ein beliebtes Ausflugsziel war und sie alle sehnsüchtig auf den neuen Turm warten", sagte Landrat Töpper, der sich gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Naturparks, Sandra Baritsch, sowie dem Vorsitzenden des Naturparks Steigerwald, Landrat Johann Kalb (Kreis Bamberg), über die gute Zusammenarbeit und die Bewilligung der Fördermittel für die Neuerrichtung des Aussichtsturms freut. Ergänzend zum Turmbau sind im umliegenden Bereich weitere Maßnahmen zum Artenschutz und zur Information der Besucher über den Naturraum am Zabelstein vorgesehen, wie Sandra Baritsch berichtete.

Auf fast 500 Metern

Der Zabelstein ist mit circa 483 Metern die höchste Erhebung des nördlichen Steigerwalds. Wie der alte Turm wird auch der neue Turm eine Aussichtsplattform in circa 18 Metern Höhe haben, die eine tolle Fernsicht auf das Steigerwaldvorland, bei klarem Wetter bis in das Maintal, die Haßberge und sogar bis die Rhön bietet.

Eine Überprüfung der Statik durch externe Fachleute 2017 hatte gezeigt, dass der bisherige Turm, der 1999 zum größten Teil aus Lärchenholz errichtet worden war, inzwischen erhebliche Mängel aufwies. Daher musste der Aussichtsturm ab Silvester 2017/2018 für Besucher aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Rund 30 ehrenamtliche Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW) Gerolzhofen hatten im August und September 2019 den alten Turm Stück für Stück abgebaut und diese nicht alltägliche Aufgabe gleichzeitig als Übung genutzt.

Den Grundriss des neuen Turms mit einer Gesamthöhe von 19,50 Metern bildet ein regelmäßiges Sechseck mit einer Seitenlänge von etwa zwei Metern. Die Außenstützen auf den sechs Eckpunkten werden in Holz ausgeführt. Für die horizontalen Querträger zwischen den Stützen sowie die Aussteifungsdiagonalen werden schlanke Stahlquerschnitte verwendet. Zudem wird für die hochbelastete Treppenanlage korrosionsgeschützter Stahl herangezogen.

Nach außen gebogen

Ab einer Höhe von 11,25 Metern werden die Holzstützen nach außen gebogen, so dass sich das Sechseck bis auf eine Seitenlänge von vier Metern aufweitet. Dadurch entsteht die Fläche für die Aussichtsplattform. red