Der Mangel an Fachkräften macht auch Coca-Cola in Knetzgau zu schaffen

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Der Fachkräftemangel macht sich bei den Betrieben im Landkreis immer stärker bemerkbar. Auch der Abfüllbetrieb von Coca-Cola in Knetzgau mit seinen rund 450...

Der Fachkräftemangel macht sich bei den Betrieben im Landkreis immer stärker bemerkbar. Auch der Abfüllbetrieb von Coca-Cola in Knetzgau mit seinen rund 450 Mitarbeitern hat damit zu kämpfen, erfuhren die Vertreter der Arbeitnehmer-Union (CSA) im Landkreis, die sich unter Leitung von Kreisvorsitzendem Thomas Wagenhäuser zur Betriebsbesichtigung eingefunden hatten.
Wie Berthold Götz, Leiter der Qualitätssicherung, laut einer Mitteilung der CSA erläuterte, steht der im Jahr 1978 gegründete Standort auf einer Grundfläche von rund 15 Hektar. Die Betriebsgebäude selbst nehmen davon sechs Hektar ein. "Wir produzieren derzeit circa 200 000 Flaschen pro Stunde, das sind 2,5 Millionen Flaschen am Tag." Im laufenden Jahr werde man so rund 50 Millionen Kisten im Drei-Schichten-System abgefüllt haben. Götz: "Das ist ein Achtel des Gesamtvolumens in Deutschland."
Die drei Sortierroboter schaffen demnach in der Stunde 73 000 Flaschen, die zum Großteil wiederverwendet werden. Um das Wasser für die Abfüllung mit den benötigten Mineralien zu versetzen und aufzubereiten, habe man vor kurzem eine eigene Umkehrosmoseanlage errichtet. Diese habe einen Wirkungsgrad von 91 Prozent.


Bis zu zwölf Azubis pro Jahr

Das Wasser - 500 000 Kubikmeter im Jahr - bezieht Coca-Cola von der Gemeinde. Das Abwasser fließt in die eigene Kläranlage, die wiederum über Biogas teilweise den Standort mit Energie versorgt.
"Ihr habt einen Betriebsrat, aber mich würde interessieren, was ihr zusätzlich für eure Beschäftigten anbietet und was euch heraushebt?", wollte Wagenhäuser wissen. Götz verwies auf die hauseigene Kantine mit günstigen Preisen. Auch biete man Massagen, Rückenschulungen, Lauf- und Walkinggruppen an. Eine betriebliche Altersvorsorge sei ebenfalls eingerichtet. Zudem stehe den Mitarbeitern ein Kontingent an Getränken kostenlos zur Verfügung erklärte der Firmenvertreter.
Auf die Frge des Landtagsabgeordneten Steffen Vogel (CSU), wie es denn mit Fachkräften aussehe, sprach Götz von einem "großen Problem, egal in welchem Bereich, ob in der Qualitätssicherung oder als Schichtführer, eigentlich überall!" Das Problem sei jedoch bekannt und man versuche, Neu- und Quereinsteiger über Fachschulen heranzuziehen. Zudem stelle man zwischen acht und zwölf Auszubildende pro Jahr ein. red