Der Europäische Biber (Castor fiber) ist das größte Nagetier Europas und das zweitgrößte weltweit. Ein ausgewachsenes Tier wird etwa 1,30 Meter lang. Davon entfallen rund 30 Zentimeter auf die "Kelle", den typischen Schwanz des Bibers. Der Biber gehört zu den streng geschützten Arten. Wer einen Biber fängt, verletzt oder tötet, oder wer eine Ruhe- und Fortpflanzungsstätte eines Bibers beschädigt oder zerstört, kann mit einem Bußgeld bis zu 50 000 Euro belangt werden.

Schwimmer und Taucher Biber sind sehr gute Taucher und Schwimmer; ihr dichtes und wasserabstoßendes Fell schützt vor Auskühlung. Der Schwanz dient im Wasser als Ruder aber auch zur Fettspeicherung. Hauchdünne, transparente Haut (Nickhaut) schützt die Augen unter Wasser; Ohren und Nasenlöcher können verschlossen werden, so dass Tauchgänge bis zu 20 Minuten möglich sind. Die Nagezähne sind sehr groß, selbstschärfend und wachsen ständig nach. Ein ausgewachsener Biber wiegt etwa 30 Kilogramm.

Lebensraum Der Biber liebt gewässerreiche Landschaften, naturnahe Flussabschnitte und siedlungsnahe Gräben oder Fischteiche. In guten Revieren genügen zwei Kilometer Uferlänge für eine ganze Biberfamilie.

Ernährung Im Sommer vor allem Kräuter, Gräser und Wasserpflanzen, im Winter Rinden und Zweige weicher Hölzer wie Pappeln oder Weiden und vieler anderer Baum- und Straucharten.

Nahrungsbedarf etwa zwei bis drei Kilogramm pro Tag.

Quelle: Bund Naturschutz