Verabschiedet wurden bei der Versammlung des Abwasserzweckverbandes Mittlerer Weisachgrund am Dienstagabend im Hartlebsaal in Maroldsweisach ehemalige Verbandsmitglieder, und neue wurden vereidigt. Auch der Haushaltsplan für das Jahr 2020 stand zur Beschlussfassung an.

Besonders freute sich der Vorsitzende, Bürgermeister Wolfram Thein (Maroldsweisach, SPD), dass der ehemalige und langjährige Verbandsrat Nikolaus Schober anwesend war. Ihm und Klärwärter Kurt Schleicher sprach Thein Dank für die geleistete Arbeit aus.

Thein nahm die Verabschiedung von Nikolaus Schober vor. Ab 1990 war Schober Verbandsrat im Abwasserverband Mittlerer Weisachgrund und habe seine Erfahrungen eingebracht, erklärte Thein. "Du hast immer auf die Kosten geschaut und warst ein Mensch der Zahlen", sagte der Vorsitzende. Mit Schober verliere der Zweckverband eine Person, die ihre Arbeit stets gewissenhaft erledigt habe.

Ralf Nowak, früherer Bürgermeister von Pfarrweisach, sollte ebenfalls verabschiedet werden. Jedoch war er nicht anwesend.

Vereidigt wurden durch den Vorsitzenden Wolfram Thein: Bürgermeister Markus Oppelt (CSU), Pfarrweisach, Günter Reß, Pfaffendorf, und Bernd Elflein, Junkersdorf. Mitglieder im Zweckverband sind Melanie Gräbner und Uwe Hein aus Altenstein (Vertreter Doreen Pfadenhauer, Günter Krauß), Günter Reß und Josef Wagner aus Pfaffendorf (Vertreter Michael Kraft, Peter Finnie), Bernd Elf-lein und Jochen Hartmann aus Junkersdorf (Vertreter Arnold Deininger, Steffen März).

Wolfram Thein wurde als Vorsitzender bestätigt. Zweiter Vorsitzender ist Markus Oppelt.

Erlassen wurde nach Erläuterungen von Armin Bogendörfer (Gemeindeverwaltung Maroldsweisach) die Geschäftsordnung des Verbandes. Bogendörfer schlug vor, den finanziellen Handlungsspielraum des Vorsitzenden für laufende Angelegenheiten von bisher 1500 Euro auf 3000 Euro anzuheben. Markus Oppelt plädierte sogar dafür, über die Summe von 3000 Euro hinauszugehen. Allerdings waren Wolfram Thein und Günter Reß der Auffassung, dass 3000 Euro reichen würden. "Wir haben im Zweckverband soweit alles erledigt, dass keine größeren laufenden Angelegenheiten auf uns zukommen dürften", sagte Thein. 3000 Euro wurden vereinbart. Beschlossen wurde weiter, dass der Vorsitzende eine Jahrespauschale von 300 Euro erhält und sein Vertreter 50 Euro pro Jahr. Für die Verbandsräte gibt es pro Sitzung 15 Euro.

Rechnungsprüfung

Wie Armin Bogendörfer weiter sagte, sind drei Verbandsräte in den Rechnungsprüfungsausschuss zu berufen. Als Vorsitzender wurde Uwe Hein aus Altenstein gewählt. Sein Vertreter ist Günter Reß, und als weiteres Mitglied gehört dem Rechnungsprüfungsausschuss Bernd Elflein an. Gemeinderätin Melanie Gräbner (CSU) aus Altenstein wurde als Verbandsrätin in den Verwaltungsrat des Kommunalen Kooperations- und Serviceunternehmen Haßberge berufen.

Bei der Sitzung wurde beschlossen, dem Zweckverband zur Klärschlammtrocknung Haßberge beizutreten. "Wir haben ja auch Kläranlagen und müssen unseren Klärschlamm entsorgen", sagte Thein. Es sei nicht mehr möglich, diesen auf Feldern ausbringen zu lassen, weshalb ein neuer Entsorgungsweg gefunden werden musste. Der Beschluss, dem Zweckverband beizutreten, erfolgte im Verband einstimmig.

Doreen Pfadenhauer, Kämmerin der Marktgemeinde Maroldsweisach, stellte den Haushalt für 2020 vor. Sie stellte fest, dass sich die wesentlichen Einnahmen aus der Benutzungsgebühr in Höhe von 66 800 Euro und den Anschlussbeiträgen in Höhe von 2000 Euro ergeben.

Weiter stellte sie fest, dass die notwendigen Verbesserungsmaßnahmen an der Kläranlage in Junkersdorf abgeschlossen seien. "Im Jahr 2019 wurden die restlichen Rechnungen in Höhe von 42 412 Euro zur Auszahlung angewiesen", sagte Pfadenhauer. Die erforderliche Erlaubnis zum Betrieb der Anlage sei im April durch das Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen erteilt worden. Lediglich die Schlusszahlung der Honorarabrechnung sei noch in Höhe von 1500 Euro im Haushalt angesetzt.

"Die Kassen- und Finanzlage des Abwasserzweckverbandes kann trotz der großen Verbesserungsmaßnahme an der Kläranlage in Junkersdorf in den Vorjahren als gut und geordnet bezeichnet werden", stellte die Kämmerin fest. Der Gesamthaushalt beläuft sich auf 114 400 Euro, wobei der Verwaltungshaushalt 66 850 und der Vermögenshaushalt 47 550 Euro beträgt. Vorsitzender Thein zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden und sagte, dass der Haushalt geordnet und überschaubar sei.