Unter bestimmten Voraussetzungen erteilten die Lonnerstadter Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung zum Bauantrag von Stefan Krafft das Einvernehmen. Krafft plant den Neubau eines Betriebsleiterwohnhauses mit Doppelgarage und Praktikantenwohnung in Lonnerstadt, Bergstraße 30. Für das Vorhaben habe bereits im Januar eine Bauvoranfrage vorgelegen, informierte Bürgermeister Stefan Himpel (FW). Das Baugrundstück liege im Außenbereich und sei als landwirtschaftliche Fläche mit Heckenstruktur, Gebüsch, Feldgehölz, Ufergehölz ausgewiesen.
Das gemeindliche Einvernehmen wurde in Aussicht gestellt, sofern die Maßnahme als privilegiert eingestuft und die Erschließung gesichert sei. Wie Bürgermeister Himpel mitteilte, will der Bauherr die Erschließung in Eigenregie mit dem Tiefbauunternehmen Gumbrecht Wachenroth durchführen. Die Leitungen würden auf öffentlichem Grund verlegt werden und gingen in das Eigentum der Gemeinde über. Eine Sondervereinbarung mit der Gemeinde soll geschlossen werden.
Das gemeindliche Einvernehmen wurde auch zum Bauantrag von Dieter Paulus erteilt. Der Antragsteller beabsichtigt, das denkmalgeschützte Anwesen Marktplatz 3 (Ecke Schustergasse) zu sanieren und sechs Wohneinheiten einzubauen. Bei dem Gebäude handelt es sich um einen zweigeschossigen Satteldachbau mit Fachwerk, der laut Denkmalliste aus dem Jahr 1673 stammt.


Lagerhalle muss noch warten

Zurückgestellt wurde die Aufstellung eines Bebauungsplans mit der Ausweisung eines Gewerbegebiets und die Änderung des Flächennutzungsplans für den Bau einer Lagerhalle durch Herbert Krafft auf dem Grundstück östlich der Schäferei an der Kreisstraße. Wie die Verwaltung erklärte, hat bereits ein Scoping zusammen mit dem Landratsamt stattgefunden. Jetzt müssten Pläne und Kostenschätzungen als Diskussionsgrundlage für den Gemeinderat vorgelegt werden.
Die Erschließung mit Wasser und Abwasser laufe vermutlich auf einen Erschließungsvertrag hinaus, meinte VG-Geschäftsleiter Norbert Stoll. Ob die verkehrsmäßige Anbindung über die Kreisstraße erfolgen könne oder alternativ eine "kleine Lösung" gewählt werde, sei noch offen.