Die Junge Union (JU) Haßberge hatte zu ihrem alljährlichen Sommerempfang eingeladen. Passend zum Thema "Herausforderungen der Landwirtschaft im Landkreis Haßberge" fand die Veranstaltung auf dem Hof von "Bauer Robert" in Zeil statt, wie die JU mitteilte.

Die Kreisvorsitzende Stefanie Hümpfner stellte als Hauptrednerin die Kreisbäuerin Cäcilie Werner aus Wonfurt vor. Die Landwirtin beschrieb die Herausforderungen für die Landwirtschaft an ihrem eigenen Betrieb in Wonfurt.

Der Betrieb, den sie gemeinsam mit ihrem Mann Michael Werner betreibt, ist mittlerweile nur noch ein reiner Ackerbetrieb. Die Bewirtschaftung der Ferkel wurde im Laufe dieses Jahres komplett aufgegeben, wie die Zuhörer erfuhren. Wonfurt sei demnach mittlerweile, abgesehen von ein paar Ziegen, komplett viehlos, erklärte Werner.

Insgesamt sei auch die Zahl der Ferkelhalter in den letzten 15 Jahren um rund 75 Prozent zurückgegangen. Dies hat laut Cäcilie Werner mit steigenden Kosten und Auflagen für die Ferkelhalter sowie der Düngemittelverordnung zu tun.

Weiter berichtete die Kreisbäuerin von ihrer Arbeit mit den Landfrauen. Die Frauen seien ein wichtiger Bestandteil für das Brauchtum im ländlichen Raum. Eine weitere wichtige Aufgabe sei es auch, bereits auf die Kinder einzuwirken und die Buben und Mädchen im Hinblick auf die richtige Ernährung und die gesunden Lebensmittel zu sensibilisieren. Cäcilie Werner berichtete, dass hierfür ein neues Unterrichtsfach "Alltagskompetenz und Lebensmittel-ökonomie" in den Lehrplan aufgenommen werden solle.

Rege Diskussion

Der Vortrag der Kreisbäuerin endete mit den zum Nachdenken anregenden Worten: "Wir brauchen die Bauern mehr als sie uns. Die Landwirtschaft ist mehr wert, als sie uns kostet."

Im Anschluss an das Referat folgte eine rege Diskussionsrunde der Teilnehmer, in der auch Landrat Wilhelm Schneider für Fragen zur Verfügung stand. red