Für die Kommunen der "Energieregion Südliche Fränkische Schweiz" war es ein historischer Tag: Das Energiekonzept steht und die Kommunen Gräfenberg, Igensdorf, Hiltpoltstein und Weißenohe gaben den Startschuss für die gemeinsame Umsetzung an Energieeinsparungen und Effizienzsteigerung unter Nutzung regenerativer Energien.
"Für uns kommt es fast ein wenig zu spät", meinte Hiltpoltsteins Bürgermeisterin Gisela Bauer (BfH). Hiltpoltstein hat viele der Maßnahmen bereits umgesetzt. Die Nahwärmeversorgung und die energetische Sanierung der Grundschule sind geplant. Auch der Weißenoher Bürgermeister Rudolf Braun (WGA/FW) betont, vieles in den vergangenen zehn Jahren bereits umgesetzt zu haben. Dennoch sind sich alle Bürgermeister einig, dass es in dieser Richtung noch viel zu tun gibt.
Gräfenbergs Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla (SPD) ließ die Vorgeschichte der Energieregion aufleben. Grün angehauchte Kommunalparlamentsmitglieder haben sich privat getroffen. Daraus entstand eine Initiative mit regelmäßigen Treffen. "Irgendwann kam man an einen Punkt, wo dann Klimaschutzmanager Dominik Bigge eingeladen wurde, um die Situation aus fachlicher Sicht zu behandeln", sagte Nekolla.


Zeitliche Verzögerung

Über das Amt für ländliche Entwicklung wird das Energiekonzept als ILE-Förderung (Integrierte ländliche Entwicklung) mit 75 Prozent der anfallenden Kosten gefördert werden. Die Änderung der Rechtsform des Wirtschaftsbands A9 hat dann zu einer leichten zeitlichen Verzögerung gesorgt.
Doch der Förderbescheid ist eingegangen und die Firma Energievision aus Bamberg mit der Erstellung des Energiekonzepts beauftragt worden. Deshalb war auch Projektmanager Ralf Deuerling zum offiziellen Startschuss im historischen Rathaus in Gräfenberg. Die Firma Energievision hat Erfahrung in der Aufstellung und Ausarbeitung der Klimaschutzkonzepte. In Drügendorf würde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Die Gemeinde Hausen erstellt mit Energievision derzeit einen Energienutzungsplan und für die Stadt Erlangen wurde ein Klimaschutzkonzept erstellt. "Einsparpotenziale sehen wir hier durch LED bei der Straßenbeleuchtung. Auch die Windkraft und die E-Mobilität sind ein Thema", sagt Deuerling.
Im Herbst wird es eine öffentliche Auftaktveranstaltung geben, um interessierte Bürger zu informieren. Im Vorfeld wird eine Befragungsaktion in den Mitteilungsblättern der Gemeinden stattfinden. Ansprechpartner für Bürger sind die Kommunen, das Amt für ländliche Entwicklung Oberfranken (ALE) (0951/837-0) und das Büro EVF Energievision Franken GmbH (0951-93290941).