"Die Einheit, die in Frieden und Freiheit am 3. Oktober 1990 vollendet wurde, ist und bleibt der größte Glücksfall unserer deutschen Geschichte", so lautete die Botschaft des Festredners Jonas Geissler bei der Feierstunde zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit in Tüschnitz, traditionell von der Küpser CSU veranstaltet.

Namens des CSU-Ortsverbandes begrüßte Kreisrat Hans Rebhan die Bürger und erinnerte daran, dass die Küpser CSU als einziger Ortsverband im Landkreis seit 30 Jahren ohne Unterbrechung der Wiedervereinigung gedenke.

Als erster Einheitsbaum in der Marktgemeinde Küps sei diese Linde in Tüschnitz 1990 zum Gedenken an die deutsche Wiedervereinigung gepflanzt worden, erinnerte der Küpser Bürgermeister Bernd Rebhan. Im Jahr 2000 habe der Ortsverband den Gedenkstein mit der Inschrift "Zur Freude und Mahnung" aufstellen lassen.

Festredner Jonas Geissler, JU-Bezirksvorsitzender, Kreisrat und Fraktionsvorsitzender der Kronacher CSU-Stadtratsfraktion, schilderte seine persönlichen Eindrücke von vor dreißig Jahren, die jene mit den Augen eines Kindes seien. Sein Vater habe damals gesagt: "Für diesen Augenblick habe ich ein Leben lang gebetet." Dass die Zeit der innerdeutschen Grenze mit Stacheldraht und Todesstreife der Vergangenheit angehöre, müsse alle Deutschen mit Dankbarkeit erfüllen, so der Redner. "Mit der Vollendung der Einheit in Frieden und Freiheit sind drei Daten verknüpft: Der alte "Tag der deutschen Einheit" am 17. Juni 1953, der Mauerfall am 9. November 1989 und der Tag der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990." Manche nutzten leider den heutigen Tag, um auf politische Gegner einzuschlagen. "Wir dürfen niemals vor dem Zeitgeist in die Knie gehen. Besinnen wir uns auf unser gemeinsames Wertefundament, auf den Geist, der dieses Land groß gemacht hat und darauf, dass wir in einem wiedervereinten Staat in Recht und Freiheit leben dürfen. Wir haben das Privileg, in einer der sichersten, erfolgreichsten und stabilsten Demokratien zu leben. Und darauf können wir stolz sein!" eb