Und die Ballsicherheit müsse unbedingt verbessert werden, um die Angriffe sauber zu Ende spielen zu können. Engel redet Klartext: „Wir dürfen künftig den Ball nicht mehr zu lange halten. Wir brauchen mehr Effektivität!” Der 47-jährige Gestungshäuser könnte sich stundenlang über taktische Kniffe und Grundlagen unterhalten. Die richtige Anordnung der elf Spieler ist ihm total wichtig: „Wir müssen taktisch relativ flexibel sein. Wir können im 4-3-3 verteidigen, wir können auch 4-2-2 spielen oder auch im 4-2-3-1 agieren. Defensiv bleiben wir bei der Viererkette, im Ballbesitz variieren wir dann auch immer wieder mal zur Dreierkette. Und auch da haben wir immer wieder verschiedene Sachen einstudiert.“
Doch ganz egal, mit welchem System die „ Mönche “ künftig Punkte ergattern wollen, entscheidend ist vor allem die Mentalität. Und spätestens an dieser Stelle kommt Manager Christian Holzmann ins Spiel. Der ehemalige Keeper galt früher als „Mentalitätsmonster“ zwischen den Pfosten. Jetzt zieht er beim TSV Mönchröden als Sportlicher Leiter die Fäden und war in den vergangenen Monaten in erster Linie für alle Neuverpflichtungen zuständig. Er verlangt von seinen Spielern vor allem eines: „Herzblut, Herzblut und noch einmal Herzblut!“ Jeder müsse für diesen Klub brennen. Jeder, vom Ersatzkeeper über den Wasserträger bis hin zum Mittelstürmer , soll nach den Worten von „Holzi“ alles auf dem Platz lassen.
„Unser Teambuilding läuft, das Trainingslager war spitze. Wir hatten natürlich auch einen Außenpool dabei und es wurde auch das eine oder andere Bierchen getrunken – das gehört einfach dazu.“ Aber was die Spieler an den drei Tagen geleistet hätten, sei Wahnsinn gewesen: „Das verdient meinen allerhöchsten Respekt“, lobt Holzmann die 34 Fußballer, die in Schlüsselfeld geschwitzt haben.
Torwart Jonas Köhn bleibt Kapitän der „ Mönche “, Routinier Lukas Pflaum weiter sein Stellvertreter.
Für wenig Begeisterung sorgte der neue Spielplan im „Wildpark“. Denn da hängt einiges dran. Das Eröffnungsspiel am Mittwoch, 15. Juli, bleibt den beiden anderen Landesligisten aus dem Kreis Coburg, Aufsteiger SC Sylvia Ebersdorf und Absteiger FC Coburg, vorbehalten, während der dritte, der TSV Mönchröden , nicht berücksichtigt wurde.
Während Beiratsmitglied Matthias Weiß sogar von einer „Frechheit“ sprach, relativiert Holzmann die Ansetzungen etwas: „Natürlich haben wir uns geärgert, dass wir beim Eröffnungsspiel nicht berücksichtigt wurden und die Derbys zu relativ unattraktiven Zeiten spielen müssen, aber letztlich können und müssen wir damit leben.“ Das erste Derby spielt der TSV Mönchröden am Dienstag, 25. August, beim FC Coburg.
Problematisch aus finanzieller Sicht seien vor allem die Heimspiele, die aufgrund der Witterung und der schlechten Platzverhältnisse auf dem Kunstrasen in Rödental ausgetragen werden müssen: „Da gehen uns wichtige Einnahmen verloren“, sagt Peter Hantschel, dessen Stimme im TSV-Aufsichtsrat Gewicht hat.
Raus aus der Schusslinie
Trainer Achim Engel sieht das genauso, der Plan sei ein Stück weit unglücklich, findet aber auch etwas Positives: „Vielleicht ist es ganz gut, dass wir da erst mal raus aus der Schusslinie sind. Du musst gleich Punkte holen, um gut reinzukommen. Da sind Derbys auch nicht immer gut. Wir hatten ja vor zwei Jahren das Auftaktspiel gegen Coburg (0:0/Anm. d. Red.). Wir werden das Beste aus diesem Spielplan machen, alles kannst du eh nicht beeinflussen.“ Die taktische Marschrichtung allerdings schon ...