Männer in den Wechseljahren …

1 Min
Männer gehen oft erst zum Arzt, wenn es fast schon zu spät ist.
Männer gehen oft erst zum Arzt, wenn es fast schon zu spät ist.
Andreas Arnold/dpa

Im Rahmen des 18. Coburger Gesundheitstages findet am Sonntag, 8. Februar, von 9.30 Uhr bis 14.30 Uhr im Kongresshaus Rosengarten ein kostenloser Testosteron-Check für männliche Besucher statt. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit hervor.

Männer haben die Möglichkeit, ihren Testosteronspiegel kostenlos bestimmen zu lassen und sich über die Bedeutung des männlichen Hormons zu informieren. Testosteron gilt in der Wissenschaft als das „Königshormon des Mannes“. Das Team der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit steht während der Veranstaltung für alle Fragen rund um das Thema Männergesundheit zur Verfügung.

„Frauen betreiben Vorsorgemedizin, Männer Reparaturmedizin. Sie gehen oft erst zum Arzt, wenn die Erkrankung schon ausgebrochen ist. Dabei ist der Gang zur Vorsorgeuntersuchung keineswegs ein Zeichen von Schwäche“, sagt Frank Sommer aus Hamburg, Präsident der Gesellschaft und bundesweit einziger Professor für Männergesundheit .

Auch Männer erleben hormonelle Veränderungen, zum Beispiel ab dem 40. Lebensjahr, wenn der Testosteronspiegel sinkt. Das ist durchaus mit den Wechseljahren der Frau vergleichbar. Besonders bei Symptomen wie Schlaflosigkeit, Antriebslosigkeit oder depressiver Verstimmung könne ein Testosteron-Check sinnvoll sein, da diesen Beschwerden oft ein Testosteronmangel zugrunde liege.

Ein Teilnehmer der Aktion betont: „Endlich wird jetzt mal die Männergesundheit in den Mittelpunkt gerückt. Viele Männer gehen erst zum Arzt, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.“ Laut der Pressemeldung nutzen seit 2011 über 25.000 Männer deutschlandweit die Testosteron-Checks, um sich über Symptome, Ursachen und Folgen eines Mangels zu informieren.

Zusätzlich bietet die Gesellschaft für Mann und Gesundheit Informationsmaterialien, Aufklärungsfilme, einen Männergesundheitspass, Vorsorgebroschüren, Daten und Fakten sowie Fortbildungen und Social-Media-Aktivitäten an. Dazu komme eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit, um mehr Männer zur Vorsorge zu motivieren.

Männer sterben früher

Nach Angaben der Organisation gehen etwa 80 Prozent der deutschen Männer nicht regelmäßig zur Vorsorge. Männer sterben durchschnittlich 4,4 Jahre früher als Frauen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache, gefolgt von Krebs sowie Unfällen, Verletzungen und Vergiftungen. Im Alter zwischen 45 und 64 Jahren sterben rund ein Drittel weniger Frauen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Männer. red