Ebendiesen wehrten die Deutschen zwar noch ab, den zweiten veredelten die Argentinier – wenngleich glücklich. Burrachagas Vorhandschlag blieb am Netz hängen, Krawietz und Pütz schauten der gelben Filzkugel, die ihre Flugkurve entscheidend verändert hatte, nur noch hinterher. Nachdem er sich entschuldigt hatte, nahm Burrachaga mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen auf der Bank Platz.
Gegner zunächst in Führung
Der Beginn des zweiten Satzes ähnelte dem des ersten. Tirante ging in Führung, Pütz zog nach – und dann drehten die Deutschen auf. Gegen Burrachaga erspielten sie sich ein 40:0 und verwandelten kurz darauf den zweiten Breakball unter Mithilfe des Aufschlägers. Der Argentinier hatte einen Vorhandschlag hinter die Grundlinie manövriert. Im darauffolgenden umkämpften Aufschlagspiel des Coburgers meldete sich jedoch prompt die argentinische Paarung zurück und holte sich das Re-Break zum 2:2.
Beim Stand von 4:3 für die Argentinier geriet Krawietz erneut unter Druck. Der Coburger ließ eine Breakchance zu, drehte das Spiel jedoch noch über den Einstand. Drei Aufschlagspiele später musste Krawietz gegen die aufdrehenden Argentinier den Matchverlust abwehren. Tirante und Burrachaga gingen mit 30:0 in Führung, doch die Deutschen kämpften sich zurück ins Spiel. Per Ass egalisierte Krawietz zum 6:6.
Im Tiebreak gelang den Deutschen das erste Mini-Break zum 3:1. Krawietz erhöhte mit eigenem Service zunächst auf 4:2, Pütz verschlug in der Folge einen Volley am Netz und ließ die Argentinier noch einmal herankommen.
Nach einem missratenen Vorhandschlag von Tirante waren die Deutschen jedoch wieder auf Kurs. Beim Stand von 6:5 schlug Burrachaga die gelbe Filzkugel beherzt ins Netz, „Krapütz“ glichen zum 1:1 in Sätzen aus.
Frühes Break und Sieg
Der dritte Durchgang startete ausgeglichen. Die Deutschen und die Argentinier agierten bei eigenem Aufschlag abgeklärt. Beim Stand von 2:1 erkämpften sich „Krapütz“ die erste Breakchance – und nutzten sie. Pütz stand am Netz bereit und volierte den Ball unretournierbar ins gegnerische Feld. Der Hesse erhöhte daraufhin kurzerhand auf 4:1.
Den Break-Vorsprung verteidigten die Deutschen bis zum Matchball. Die deutsche Davis-Cup-Paarung hatte zunächst auf 5:2 erhöht, ehe Tirante und Burrachaga ein letztes Mal verkürzten. Pütz machte mit eigenem Aufschlag schließlich kurzen Prozess – und den Einzug ins Achtelfinale klar. Von den drei Matchbällen nutzten die Deutschen gleich den ersten und profitierten dabei von einem Vorhandfehler von Tirante.