Die Verleihung des Umwelt- und Kulturpreises der Gemeinde Redwitz ging in diesem Jahr an den Kapellenbauverein. Vorsitzender Friedrich Riedel nahm die Urkunde und das damit verbundene Geldgeschenk entgegen. Anlass war das 25-jährige Bestehen des Kapellenbauvereins im Jahr 2015 sowie die Einweihung der Christuskirche vor 15 Jahren. Bürgermeister Christian Mrosek (CSU) informierte vorab, dass der Umwelt- und Kulturpreis von der Gemeinde seit dem Jahre 1997 jedes Jahr an Personen oder Vereine verliehen werde, die Herausragendes für die Kultur, den Umweltschutz oder für die Verschönerung des Ortsbildes geleistet haben. Für den Bau der Christuskirche habe sich der Kapellenbauverein besonders ausgezeichnet.
Rückblickend stellte der Bürgermeister fest, dass es nicht selbstverständlich sei, sich für andere zu engagieren oder viel Zeit und Energie in Projekte zu stecken, die dem Allgemeinwohl dienen. Doch wer das tue, der trage viel zu einem guten Zusammenleben in der Gesellschaft bei. Die Gründung des Kapellenbauvereins vor 25 Jahren sah er als etwas Besonderes an. Vor allem brauchte man die nötigen Geldmittel, um das angestrebte Ziel, den Bau eines ökumenischen Gotteshauses, realisieren zu können. Viele Spendengelder kamen zusammen, so dass in relativ kurzer Zeit das Ziel erreicht wurde. Am 9. November 1996 war der erste Spatenstich, und am 27. August 2000 folgte die Einweihung. Ohne die hervorragend aufgestellte Vorstandschaft und die freiwilligen Bauarbeiter hätte dieser Kraftakt nicht in die Tat hätte umgesetzt werden können, so der Bürgermeister. Die Bausumme für die Kirche bezifferte Mrosek mit zirka 200 000 Euro, wovon an die 95 Prozent als Eigenleistung erbracht worden seien. Heute begleitet die Kirche die Gläubigen durch ihr Leben. Es werden Gottesdienste, Hochzeiten und Feste darin gefeiert, Trauernde finden dort Trost. Deshalb habe der Gemeinderat beschlossen, den Kultur- und Umweltpreis dem Kapellenbauverein Unterlangenstadt zukommen zu lassen. Thomas Micheel