Jürgen Gärtner Die Stadt Burgkunstadt könnte sich möglicherweise dem Mainleuser Vorschlag anschließen, im Zuge des Umgehungsstraßenbaus einen gemeinsamen Übergang über die Bahn zwischen Mainroth und Rothwind zu schaffen.

"Wir bemühen uns bei der Regierung darum, die Eingabefrist zu verlängern, damit wir die Thematik noch in unserer nächsten Stadtratssitzung besprechen und gegebenenfalls eine Eingabe nachreichen können", erklärte am Dienstag Burgkunstadts Bürgermeisterin Christine Frieß (CSU).

Die Eingabefrist bei der Regierung endet eigentlich am heutigen Mittwoch, 2. Dezember. Die nächste Sitzung des Burgkunstadter Stadtrats findet aber erst in der nächsten Woche am 8. Dezember statt.

Von Burgkunstadter Seite gibt es derzeit vier Vorschläge, wie die Bürger von Mainroth - vor allem die Landwirte - auf die Mainwiesen gelangen können, wenn die neue Umgehung gebaut ist. Wie die aussehen, das erklärt Bauamtsleiter Hilmar Fuß.

1. Die bevorzugte Lösung wäre der Bahnübergang bei Mainroth West gewesen. Doch der wird von der Bahn geschlossen und fällt damit weg.

2. Eine Möglichkeit wäre, bei der geplante Brücke Mainroth West eine separate Zu- und Abfahrt für die landwirtschaftlichen Fahrzeuge zu bauen. Die Lösung hätte aber den Nachteil, dass dazu die Bauern zunächst auf die Umgehung fahren müssten, um zur Abfahrt zu kommen. "Das ist wegen des langsamen Tempos der landwirtschaftlichen Fahrzeuge nicht optimal."

3. Eine weitere Alternative wäre es, den früheren Bahnübergang in der Sandgasse (die Straße parallel zum Lager der Firma Göhl) wieder zu öffnen.

4. Nicht wirklich gewünscht ist die vierte Möglichkeit: eine Unterführung bei der Ortsstraße Horlache. Denn die Horlache ist sehr eng, dort würden sich auf engstem Raum Anwohner und landwirtschaftlicher Verkehr, Fußgänger und Radfahrer begegnen.

Laut Hilmar Fuß würden alle diese Vorschläge hinfällig werden, sollten sich beide Kommunen auf den Mainleuser Vorschlag verständigen, eine gemeinsame Überführung an der Landkreisgrenze zu schaffen. Vorteil sei, dass dann nur ein Brückenbauwerk notwendig ist. "Wenn ein gemeinsamer Nenner gefunden wird, kann man das vielleicht tatsächlich umsetzen. Dann wären unsere vier Vorschläge hinfällig."

Der Bauamtsleiter ging gestern davon aus, dass sich der Stadtrat durchaus der Mainleuser Lösung anschließen könnte.

Welche Auswirkungen das dann aber auf die Planungen hat, ob es gar eines neuen Planfeststellungsverfahrens bedarf, das konnte er nicht sagen. "Die Regierung leitet unsere Entscheidung dann an das Staatliche Bauamt weiter."