In Erlangen soll 2020 zum ersten Mal ein Christopher Street Day stattfinden. Der Student Pascal Oswald und seine Mitstreiter wollen damit Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen im Stadtbild sichtbar machen.
Erlangen wird bunter: Nächstes Jahr könnte erstmalig ein Christopher Street Day (CSD) stattfinden, die Demonstration für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen (LSBT) sowie gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Die Idee zum Erlanger CSD war Teil der Kandidatur von Pascal Oswald, einem Zahnmedizin-Studenten, zur Wahl des Mister Gay Germany 2020 am 14. Dezember in Köln. Im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt er unter anderem, was er sich von der Durchführung eines CSD verspricht und wer die Schirmherrschaft übernommen hat.
Zu welchem Platz darf man gratulieren?
Pascal Oswald: Von über 160 Teilnehmern aus ganz Deutschland konnte ich den vierten Platz belegen. Ansporn für die Teilnahme am Wettbewerb war es, mich selbst etwas herauszufordern und der Community einen Vertreter zu geben, der für ihre Belange eintritt.
Wie engagierst du dich für die LSBT-Community?
Ich habe schon früh in meiner Heimatstadt Erfurt begonnen, mich sozial zu engagieren, mit der Gründung einer eigenen Jugendgruppe für queere Jugendliche. Ich arbeite ehrenamtlich in der Aids-Hilfe und unterstütze die Beratungsstelle "Fliederlich".
Wie präsent ist das Thema Aids heutzutage?
Aus meiner Sicht ist das Thema Aids und HIV in der queeren Community eher in den Hintergrund getreten. Ich bin überrascht, wie aufgeklärt und umsichtig die Menschen geworden sind. Trotzdem gibt es noch einen langen Weg, bis die Krankheit hoffentlich irgendwann aufzuhalten ist. Und nun soll Erlangen bunter werden?