Das Hochwasser im Juli hat Dittlofsroda hart getroffen. Besonders die Schule wurde durch Wasser, das vom Gerstenberg kam, zum zweiten Mal nach 2018 in Mitleidenschaft gezogen. Bürgermeister Florian Atzmüller dankte bei der Bürgerversammlung den Feuerwehrleuten und allen Helfern, die an diesem Tag mitgeholfen haben, Schlimmeres zu verhindern. Dieses Hochwasser war Auslöser für die Gemeinde, ein Hochwassermanagement für die gesamte Gemeinde erstellen zu lassen, so Atzmüller.

Im Zuge der Dorferneuerung werden zurzeit auf der Fläche des abgerissenen alten Pfarrhauses ein Anbau an das Feuerwehrhaus und ein Backhaus errichtet. Auch hier dankte er allen Helfern und betonte, wie wertvoll und notwendig das Ehrenamt in der Gemeinde sei.

Die Gemeinde könne in Dittlofsroda Bauwerbern keinen gemeindlichen Bauplatz anbieten. Jedoch stünden noch einige Bauplätze in Privatbesitz zur Verfügung, bei denen die Besitzer bereit sind, zu verkaufen, teilte Atzmüller den 20 Zuhörern mit. Da die Gemeinde das Gelände der ehemaligen Hähnchenschlächterei erworben hat, könne hier in Zukunft wieder Baugelände entstehen. Man arbeite zusammen mit dem Amt für ländliche Entwicklung an der Umsetzung. Wie das Gelände gestaltet werde, sei jedoch noch nicht abschließend geklärt.

Als besonderes persönliches Anliegen ist für den Bürgermeister das Verhindern der Fulda-Main-Leitung, der sogenannten P43. Bürgerinnen und Bürger, die eine Stellungnahme zu diesem Vorhaben an die Bundesnetzagentur schreiben möchten, finden hierzu ein Musterschreiben auf der Gemeinde-Homepage. Das Schreiben muss spätestens am 27. 12. bei der Gemeinde oder bis 30.12. bei der Bundesnetzagentur vorliegen.

Die Versammelten hatten wenig Kritikpunkte an diesem Abend. Lediglich mit verschiedenen Baumaßnahmen zeigte man sich unzufrieden. So kritisierte ein Bürger sowohl die Planung als auch die Ausführung der Bauarbeiten an der Schule. Seiner Meinung nach müssten Planer oder Baufirma für die Hochwasserschäden an der Schule haften. Der Bürgermeister erläuterte, dass beim Hochwasser die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen gewesen seien. Vielmehr habe man durch das Hochwasser Erkenntnisse gewonnen, die zur Anpassung der Planung geführt hätten.

Ebenfalls kritisiert wurde eine kürzlich durchgeführte Baumaßnahme an einer Straße, wo durch die starken Regenfälle im Sommer Abschwemmungen entstanden seien. Auch hier müsste die ausführende Baufirma zur Gewährleistung herangezogen werden. Bauhofleiter Peter Görke erläuterte, dass die Firma keine Schuld treffe, da die Maßnahme aus Kostengründen nicht so gründlich ausgeführt wurde, wie es eigentlich hätte passieren müssen. Der Bauleiter der Firma habe darauf deutlich hingewiesen. Eine andere Straße, an der im weiteren Verlauf Asphaltierungsarbeiten durchgeführt werden sollen, sollte bei dieser Gelegenheit gleich komplett neu asphaltiert werden, da deren Zustand extrem schlecht sei, sagte ein anderer. Dies wird im Gemeinderat besprochen.

Die durch das Sommerhochwasser beschädigte Brücke am Sportplatz soll erneuert werden. Ein Bürger schlug eine Sanierung vor, die der Bauhof selbst ausführen könnte. Atzmüller entgegnete, dass keine Flickschusterei mehr betrieben werde. Zudem wird die Maßnahme durch die Regierung gefördert.