2018 ging es in Bamberg noch um eine geplante Moschee in der Ottostraße. Nach langem Tauziehen wurde der Antrag im noblen Haingebiet allerdings auf Eis gelegt. Sehr viel schneller lief die Sache im Ba...
2018 ging es in Bamberg noch um eine geplante Moschee in der Ottostraße. Nach langem Tauziehen wurde der Antrag im noblen Haingebiet allerdings auf Eis gelegt. Sehr viel schneller lief die Sache im Bamberger Norden im Jahr darauf ab. Dort wurde einem vergleichbaren Gesuch für ein Gewerbegebäude binnen weniger Tage auf dem Verwaltungsweg entsprochen. Auch dort ging es um einen Gebetssaal der deutsch-arabischen Gemeinde. Doch aus juristischen Gründen sah die Verwaltung keine Möglichkeit, den Antrag in der Baunacher Straße abzulehnen. Auch der Stadtrat wurde über die Genehmigung erst in einer Bausenatssitzung informiert. Das stimmte die Anwohner aber nicht milde. Im Gegenteil: Weil in der Baunacher Straße schräg gegenüber bereits eine stark frequentierte Moschee des deutsch-türkischen Kulturvereins besteht, existieren in der Nachbarschaft starke Vorbehalte gegen eine weitere muslimische Einrichtung ohne ausreichende Parkplätze. Der Ärger über "zweierlei Maß" entlud sich bei einer Bürgerversammlung im November mit voller Härte. OB Andreas Starke (SPD) und Baureferent Thomas Beese ernteten lautstarken Widerspruch. MW