Der erste Coup ist ihm schon gelungen: Die 30. Auflage der "BR-Radltour" startet Ende Juli in Bad Staffelstein. "Wir haben schon heute eine massive Medienpräsenz, die in den kommenden Wochen noch zune...
Der erste Coup ist ihm schon gelungen: Die 30. Auflage der "BR-Radltour" startet Ende Juli in Bad Staffelstein. "Wir haben schon heute eine massive Medienpräsenz, die in den kommenden Wochen noch zunehmen wird", ist sich Quartiermanager Michael Böhm sicher.
Bei seinem Vortrag in der jüngsten Stadtratssitzung wurde deutlich, dass der umtriebige Coburger noch so einige Pfeile im Köcher hat. Seit Juni 2018 ist Böhm für die Stadt tätig. Sein Quartier, also sein Arbeitsbereich, ist schwerpunktmäßig in der Altstadt angesiedelt. Die Aufgabe: Bad Staffelstein fordern und fördern, in allen Bereichen. Was ihm mit der "BR-Radltour" de facto gelungen ist. "Wir bekommen ein Drei-Tages-Event in die Adam-Riese-Stadt, auf das andere Kommunen sicherlich ein wenig neidisch sind", freute sich der Impulsgeber. Er war es, der alles anstieß und mit der Idee in Bürgermeister Jürgen Kohmann einen begeisterten Partner fand. Für das Großereignis werden 1100 Radler und Tausende weitere Besucher in der Adam-Riese-Stadt erwartet. "Demnächst wird ein Team des Bayerischen Fernsehens auch ein Stadtporträt über uns drehen."
Doch damit nicht genug: Wie Michael Böhm durchblicken ließ, steht er auch mit dem Landestheater Coburg in engem Kontakt. "Ich verhandle mit den Verantwortlichen, um Aufführungen auf unsere Seebühnen zu bekommen", erklärte er. Dank eines Sponsors sind die Chancen sehr gut, dass das Philharmonische Orchester ein Gastspiel gibt. "Generell möchte ich viel mehr Aktivitäten auf der Seebühne haben." Der Veranstaltungsservice Bamberg wird in diesem Jahr mehrere Kulturhöhepunkte in den Kurpark bringen. Apropos Kultur: "Zusammen mit der Kulturinitiative möchte ich Pop-Art-Stores in die Leerstände der Innenstadt bringen", so Böhm. Außerdem ist geplant, zwei Fotowettbewerbe auszuloben. Ferner ist für die Bahnhofstraße ein Licht- und Kunstprojekt angedacht, für das Böhm unterschiedliche Akteure begeistern und regionale Werkstoffe verwenden möchte.
Dreitägiger Adventsmarkt
In der Vorweihnachtszeit soll der Adventsmarkt erstmals an drei Tagen stattfinden. Am konkreten Konzept arbeitet das Team noch, dem auch der Quartiersmanager angehört. Und Freunde des gepflegten Gerstensaftgenusses dürfte es freuen, dass Michael Böhm Kontakte mit "Bierpapst" Markus Raupach geknüpft hat. Mit dem Ziel, noch heuer oder spätestens nächstes Jahr Bierseminare anzubieten. Und da die Premiere des Fachkräfte-Gipfels ein großer Erfolg war, wird das Projekt auch in diesem Jahr fortgesetzt. Gleiches gilt für den Empfang von Auszubildenden, der im Vorjahr zum ersten Mal stattfand.
Auch in Sachen "Bären-Areal" hatte Quartiersmanager Michael Böhm Neues zu berichten. Nachdem sich ein Team des Stadtmuseums bereits museale Stücke gesichert hat, geht es nun ans Ausräumen: "Noch in dieser Woche beginnen wir mit dem Ausräumen im ehemaligen Gästehaus und in der früheren Gastwirtschaft."
Von den Stadträten bekam Michael Böhm viel Lob für seine Bemühungen. Und Jugendbeauftragter Holger Then möchte den Quartiersmanager darüber hinaus auch verstärkt in die Kinder- und Jugendarbeit einbinden. Womit er bei selbigem offene Türen einrannte.
In Bad Staffelstein gibt es zahlreiche Hinweisschilder in unterschiedlichen Farben und Formen. Sind es mancherorts zu viele, fehlen sie an anderen Stellen. Mit der Folge, dass sich manch ein Gast nicht wirklich zurechtfindet. Quartiermanager Michael Böhm hat sich nun des Themas Besucherleitsystem angenommen - und damit eines, das die Stadträte schon seit 20 Jahren beschäftigt. Er hatte viele Fallbeispiele mit in die Sitzung gebracht, aus der Kategorie "vorbildlich" ebenso wie aus dem Bereich "wirres Durcheinander". "Die Parkplatz-Beschilderung in Bad Staffelstein ist schon sehr schön", hob er hervor. Dagegen hapere es noch bei den Eingangsschildern, an denen beispielsweise auch auf Veranstaltungen hingewiesen werden könnte, die Beschilderung im Ort sei zudem nicht überall zielführend. Sollte man sich auf ein Beschilderungssystem festlegen, so sollte dies nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach umgesetzt werden. Der Quartiersmanager könnte sich auch vorstellen, mit Informationsstelen zu arbeiten, die wahlweise auch digital sein könnten. "Generell gilt: weniger ist mehr, vor allem in Zeiten von Smartphones", riet der Quartiersmanager. Nun wird sich der Tourismusausschuss dem Thema widmen und konkrete Vorschläge erarbeiten.