Derzeit ist es in den Hörsälen und Fluren der Universität noch recht ruhig, da die meisten Vorlesungen und Seminare coronabedingt online stattfinden. Daher haben viele vielleicht noch gar nicht bemerkt, dass die Generalsanierung und Teilerneuerung der Innenstadt-Mensa in der Austraße 37 planmäßig abgeschlossen wurde. Sie ist seit dem 22. Juni in Betrieb.

Zu einer gemeinsamen Besichtigung mit feierlicher Schlüsselübergabe trafen sich jetzt Melanie Huml, bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, der amtierende Universitätspräsident Prof. Godehard Ruppert, sein künftiger Nachfolger Prof. Kai Fischbach, Kanzlerin Dagmar Steuer-Flieser, Jürgen König, Leiter des Staatlichen Bauamts Bamberg, und Michael Ullrich, Geschäftsführer des Studentenwerks Würzburg.

Die Innenstadt-Mensa besteht nun aus dem denkmalgeschützten Schwanenhaus und einem Neubau, der im Zuge der Generalsanierung den 1981 in Betrieb genommenen Erweiterungsbau ersetzt. Das Schwanenhaus beherbergt einen studentischen Aufenthaltsraum und Verwaltungsräume des Studentenwerks Würzburg. Im Neubau befinden sich Küche, Speisenausgabe und Speisesaal. "Die Eröffnung der neuen Innenstadt-Mensa ist ein erfreuliches Ereignis für unsere Uni Bamberg, auf das wir seit längerer Zeit hingearbeitet haben. Als Freistaat investieren wir hier über 11 Millionen Euro, damit Studierende wie Lehrende einen Ort haben, an dem sie sich stärken und miteinander austauschen können", sagte Melanie Huml.

Der Speisesaal bietet mit 275 Sitzplätzen deutlich mehr und attraktiveren Raum für Studierende, Beschäftigte und Gäste der Universität Bamberg. In den warmen Monaten steht zudem eine große Terrasse mit etwa 100 Plätzen im Obergeschoss zur Verfügung, die zusätzlich über eine Außentreppe erreicht werden kann. "Diese Flächenmehrung haben wir dringend gebraucht", betonte Dagmar Steuer-Flieser, "war doch die ursprüngliche Mensa auf 3000 Studenten ausgelegt, während wir heute allein in der Innenstadt rund 6000 Studierende verzeichnen, die sich freuen, nun in moderner heiterer Architektur mit viel Licht und offener Fläche einen angenehmen Aufenthaltsraum vorzufinden."

Kaffee-Point und Salatbar

Neu sind auch der Kaffee-Point und die Salatbar, so dass sich die Wartezeiten an den jeweiligen Theken verkürzen. Durch die Neugestaltung konnten die Kapazitäten der Essensausgabe auf bis zu 1200 Mahlzeiten täglich erhöht werden.

Der Neubau und das Schwanenhaus sind auf der Nutzfläche von rund 1200 Quadratmetern komplett barrierefrei erschlossen und nach den neuesten Hygiene- und Arbeitsschutzstandards konzipiert. Die Gesamtbaukosten der Generalsanierung belaufen sich auf rund 11,3 Millionen Euro. Aufgrund der begrenzten Flächen- und Anlieferungssituation in der Austraße wird das Konzept Relais-Mensa fortgeführt. Das bedeutet, dass die Speisen vorwiegend in der Küche der Feldkirchen-Mensa zubereitet und dann in der Innenstadt-Mensa finalisiert werden.

Die Essensausgabe erfolgt in einem Free-Flow-System, wobei lange Ausgabetheken durch einzelne frei stehende Ausgabeeinheiten ersetzt werden. So können Wartezeiten bei der Essensausgabe deutlich verringert werden. red