von unserem Mitarbeiter Franz Galster

Pinzberg — Zufrieden zeigte sich Bürgermeister Reinhard Seeber (CSU) bei der Verabschiedung des Haushaltsplanes 2015. "Der Haushalt liefert eine Bestandsaufnahme der Situation unserer Gemeinde und bezeichnet die Aufgaben für die kommenden Monate", meinte er. Eine gute Konjunktur unterstütze die positive Entwicklung.
Die Gemeinde habe aber auch die richtigen Akzente gesetzt und ihre Hausaufgaben gemacht. Die Konsolidierung schreitet voran, neue Kreditaufnahmen sind nicht erforderlich. Der neue Verwaltungshaushalt schließt mit 2,58 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt mit 1,93 Millionen Euro. Schwerpunkte sieht Seeber bei Bildung und Kindergartenbetreuung.

Weitere Krippengruppe

Für den steigenden Bedarf wird ab September 2015 eine weitere Krippengruppe eingerichtet werden müssen. Damit ist eine Erweiterung des Kindergartens für die absehbare Zukunft unumgänglich.
Seine Schatten voraus wirft ein weiteres großes Projekt mit der städtebaulichen Sanierung von Gosberg. Kämmerer Matthias Zeißner stellte anschließend die aktuellen Zahlen vor und erntete viel Lob von allen Seiten für das Zahlenwerk. Die Erhöhung des Verwaltungshaushaltes um 167 000 Euro resultierte im Wesentlichen aus dem gewachsenen Kindergartenpersonal und Zuschüssen an andere Gemeinden in Höhe von 58 100 Euro und 65 200 Euro Betriebskosten für das Abwasser.
Dem Vermögenshaushalt können 198 000 Euro zugeführt werden. Zusätzlich erfolgt eine ordentliche Tilgung von 195 000 Euro. Das führt zu einem Schuldenstand von 1,7 Millionen Euro Ende des Jahres 2015 oder einer Pro-Kopf-Verschuldung von 901 Euro bei 1887 Einwohnern. Bereits 2014 beschloss die Gemeinde, pro Jahr 50 000 Euro auf die Seite zu legen. Damit können im Jahr 2018 auslaufende Kredite zusätzlich mit 200 000 Euro bedient werden.

Glauber spendet Lob

Im Jahr 2020 könnte das eine Halbierung der aktuellen Verschuldung bedeuten. Die wichtigsten Einnahmen resultieren aus der Einkommenssteuerbeteiligung mit 1,14 Millionen Euro, der Schlüsselzuweisung mit 394 000 Euro und der Investitionspauschale mit 134 000 Euro. Die Grundsteuer A bringt 28 000 Euro, die Grundsteuer B 140 000 Euro und die Gewerbesteuer 75 000 Euro. Thorsten Glauber (FW) bezeichnete die Bauplatzerschließung als eine Erfolgsgeschichte. Die Einkommenssteuer zeige zudem einen klaren Anstieg.
An wesentlichen Ausgaben nannte Zeißner die Kreisumlage mit 763 000 Euro, die Zinsausgaben mit 67 000 Euro und die VG-Umlage mit 168 000 Euro. Vorrangige Investitionen sind im laufenden Jahr die Sanierung der Turnhalle in Gosberg mit 200 000 Euro, die Sanierung Marienwallfahrtsstätte mit 160 000 Euro, das Baugebiet "Krüppelwiese" mit 217 000 Euro, die Städtebaumaßnahme Gosberg mit 100 000 Euro, sowie die Erweiterung der Kläranlage in Forchheim mit 31 000 Euro.