Die oberfränkische SPD-Landtagsabgeordnete und Bezirkstagskandidatin Susann Biedefeld informierte sich über die Lage der Büchereien im Kreis Bamberg und in ganz Bayern. Sie hat mit ihrem Besuch in der...
Die oberfränkische SPD-Landtagsabgeordnete und Bezirkstagskandidatin Susann Biedefeld informierte sich über die Lage der Büchereien im Kreis Bamberg und in ganz Bayern. Sie hat mit ihrem Besuch in der Bücherei Stegaurach exemplarisch eine der 37 Bibliotheken in der Stadt und im Landkreis Bamberg kennengelernt.
Cornelia Kempgen, Leiterin und gewählte Vertreterin der Büchereien in Stadt und Landkreis Bamberg, fordert seit Jahren eine Verbesserung der finanziellen Lage der Büchereien in Bayern durch den Bayerischen Landtag. Büchereien kosten Geld. Zum Beispiel hat die Bücherei in Stegaurach im vergangenen Jahr 17 160 Medien vorgehalten, die insgesamt 48 600 Mal entliehen wurden. Auch wenn es von verschiedenen Stellen Zuschüsse gibt, belaufen sich die jährlichen Ausgaben auf etwa 20 400 Euro. "Statt aber die Förderungen für das Bibliothekswesen in Bayern anzuheben, sind diese sogar noch extrem nach unten gefahren worden", zeigt Kempgen auf.
Die SPD-Haushaltspolitikerin pflichtete Cornelia Kempgen bei. "Hunderte von Millionen für einen einzigen neuen Konzertsaal in München, aber die Mittel für 1812 Bibliotheken in ganz Bayern auf zwei Millionen Euro zusammenkürzen, das steht in keinem Verhältnis".
Darüber hinaus sind im größten Fördertopf des Freistaates die Büchereibauten nicht förderfähig. Cornelia Kempgen fragt sich, warum die Büchereien hier nicht aufgenommen wurden, sehr wohl aber Theater-, Konzert- und Museumsbauten, denen der Freistaat finanziell unter die Arme greift. Ziel müsse es sein, dass auch Büchereien endlich von den Politikern als unerlässliche Bildungseinrichtungen wahrgenommen werden. Mit 24,14 Millionen Besuchern würden die Büchereien bayernweit immerhin eine Spitzenstellung unter kulturellen Einrichtungen einnehmen. Durchschnittlich würden täglich 132 000 Menschen in Bayern eine Bibliothek besuchen und somit statistisch tagtäglich 1,5 mal die Allianz Arena in München füllen.
Auch wenn Susann Biedefeld bei den anstehenden Landtagswahlen nicht mehr kandidiert, möchte sie sich für die Bibliotheken einsetzen. So will sie zum Beispiel einen Änderungsantrag zum nächsten Doppelhaushalt 2019/2020 des Freistaates Bayern vorbereiten. red