In der ersten Bürgerversammlung seiner Amtszeit nahm sich der Marktschorgaster Bürgermeister Marc Benker (CSU) am Freitagabend in der Turnhalle viel Zeit, um die knapp 20 Bürger über die Gemeindeentwicklung zu informieren. Die Marktschorgaster scheinen mit seiner Arbeit zufrieden zu sein, denn es gab nur wenige Wortmeldungen.

Der Bahnübergang fehlt

Einziger Kritikpunkt war die Tatsache, dass es keinen barrierefreien Übergang am Bahnhof gibt. Hierfür ist aber nicht der Markt, sondern die Bahn verantwortlich. Andreas Feulner machte deutlich, dass vor allem für die älteren Bahnreisenden Aufzüge dringend notwendig seien. Benker teilte mit, dass man zuletzt die Staatsministerin Kerstin Schreyer zu einem Ortstermin eingeladen hatte, doch die Ministerin habe krankheitsbedingt kurzfristig absagen müssen. Der Bürgermeister versprach: "Wir werden aber an dem Thema dranbleiben."

Die Container-Landschaft

"Wir haben uns getraut, wichtige Projekte, die für die Zukunft unseres Marktes entscheidend sein können, vorzubereiten und auf den Weg zu bringen", stellte Benker fest. Er sprach hier auch die Container-Landschaft für den Kindergarten auf dem Festplatz an. Für die notwendige Erweiterung der Kindertagesstätte gebe es derzeit verschiedene Überlegungen und Standortanalysen.

Nächstes Projekt: Remise

Mit dem Umbau der denkmalgeschützten Remise im Hinterhof des Rathauses stehe ein weiteres Projekt mit Kosten von rund 1,9 Millionen Euro kurz vor der Umsetzung. "Wir müssen das Gebäude erhalten. Deshalb gibt es bei uns auch seit Jahren Bestrebungen, die Remise umzubauen, weil wir auch wissen, dass die Räumlichkeiten bei uns im Rathaus eng sind." Im Erdgeschoss werde die Bücherei einziehen, im ersten Stock ein Veranstaltungsraum mit Teeküche errichtet. Die Bücherei werde dann aus dem Rathaus in die Remise umziehen, so dass dort weitere Büros für die Verwaltung errichtet werden könnten. Der Umbau der Remise soll im Frühjahr starten.

Zentrale Aufgabe sei in diesem Jahr die Erschließung des Gewerbegebietes "Am Christophbühl" an der A 9 gewesen, teilte der Bürgermeister weiter mit. Es sei ein Projekt mit einer enormen Bedeutung für die Entwicklung der Marktgemeinde, mit dem auch Arbeitsplätze geschaffen werden sollen.

Kosten: zehn Millionen Euro

Die Kosten bezifferte er einschließlich des Grunderwerbes auf zehn Millionen Euro. Benker machte deutlich, dass kein Bürger für Wasser und Abwasser, den Bau der Erschließungsstraßen oder die Beleuchtung etwas bezahlen muss.