Arbeit in der Bäckerei
Christas Bruder Alfons lernte in der Bäckerei Schmitt in Bad Kissingen das Handwerk. Nach seiner Ausbildung übernahm er mit seiner Frau die familieneigene Bäckerei. Christa half zwar immer noch mit, dann aber etwas weniger. Sie blieb zuhause und kümmerte sich um die Kinder. 20 Jahre arbeitete sie am Wochenende in der Disko "Rhön" in der Gastwirtschaft und in der Küche mit, bis das Tanzlokal 1992 geschlossen wurden.
Gebhard lernte als junger Erwachsener Raumausstatter bei der Firma Hahn. Nach seiner Ausbildung arbeitete er zwölf Jahre lang bei der Firma Vogt. 1970 fing er als Hausmeister bei der Zahlbacher Kleiderfabrik des Unternehmers Hans Müller an. "Ich musste oft schon vor sechs Uhr die Heizung in der Firma einschalten und Dampf machen", erinnert sich Gebhard. Die Mitarbeiterinnen hätten in der Früh noch oft die Gunst der Stunde genutzt, um private Kleidung zu bügeln. Neunzehn Jahre habe er als Hausmeister alles machen müssen, was anfiel. "Ich habe einige Maschinen repariert", sagt Gebhard Wehner.
In Eschau lag das Hauptwerk der Kleiderfabrik, deshalb fuhr er auch regelmäßig dorthin, um Material, Stoffe oder fertige Hosen zu transportieren. Die Firma ging 1989 in Konkurs, erzählt Gebhard. Er arbeitete deshalb danach drei Jahre beim Krettek Heimdecor Fachmarkt in Bad Kissingen und später bei der Firma Farben Kessler in Oberthulba.
Die Urlaube verbrachte Familie Wehner an Pfingsten gerne am Gardasee mit drei anderen Familien, als die Kinder noch klein waren.
Hobbys verbinden
Theater, Fasching und Fußball - das waren die Dinge, die Gebhard in seiner Freizeit begeisterten. "Der Fußball stand für meinen Vater an erster Stelle, sein Leben lang", erzählt Tochter Sabine. "Er sieht immer noch jedes Fußballspiel." Gebhards Vater brachte ihn als neunjähriger Jungen zum Sportverein TSV Wollbach. Christa teilt diese Leidenschaft mit ihm. Entweder sehen sie gemeinsam fern oder sie gehen am Sonntag als Zuschauer auf den Fußballplatz.
Neben dem Fußball liegt Gebhard die "Theatergruppe Burkardroth" am Herzen, die er mitgründete. Dort ist er seit über 25 Jahren Mitglied. "Gebhard macht gerne Blödsinn und ist lebenslustig", sagt Sabine.
Auch in anderen Vereinen ist das Ehepaar aktiv: Jeden Dienstag gehen sie zum Seniorenturnen. Einmal im Monat ist ein Seniorennachmittag. Dort hören sie Vorträge oder sehen sich Fotoshows an.
1964 baute das Paar ein Haus am Mühlberg, wo sie bis heute wohnen. "Es geht uns gut", sagt Christa. "Wir haben einen großen Garten. Unsere Tochter und unser Schwiegersohn leben mit im Haus." Sie ist dankbar, dass ihre Kinder ein offenes Ohr für sie haben.
Jochen, ihr älterer Sohn, ist auch in der Nähe. Er wohnt mit der Familie in Poppenroth.