Zur Diskussion um das Stadtwappen mit dem "Coburger Mohr": In Zeiten von Corona, in der Nazis mit dem Grundgesetz in der Hand argumentieren, während neben ihnen Yoga gemacht wird, kommt so einiges durcheinander. Die Antirassistinnen, die für die Abschaffung der stereotypen und rassistischen Abbildung des sogenannten Coburger "Mohr" eine Online-Petition gestartet haben, werden in Leserbriefen in die Nähe von Nazis gebracht. Vornehmlich alte weiße Männer entscheiden darin, was rassistisch ist und was nicht - in einem Ton, als würde man ihnen gleich auch noch ihre Bratwurst und die Parkplätze in der Innenstadt verbieten wollen. Ich schließe mich lieber den Interessenvertretungen schwarzer Menschen in Deutschland an, für die der Begriff "Mohr" eine rassistische Bezeichnung ist - und abgeschafft gehört. Tradition steht hier hintenan - was hätten wir heute noch alles für Begriffe, hätten wir uns nicht stetig weiterentwickelt. Roman Kollar

Coburg