Charlotte Wittnebel-Schmitz Im Baugebiet "Brennofen", wo jetzt noch Felder und Wiesen sind, soll sich bis zum nächsten Sommer einiges entwickeln: Straßen, ein Regenrückhaltebecken, Kanäle für Frisch-, Regen- und Schmutzwasser, Gasleitungen, Strom- und Glasfaserkabel sollen gebaut und verlegt werden. Das Gebiet ist über den Rasenweg in Wollbach zu erreichen. Gemeinderat Tony May (Freie Wähler) findet das Gelände habe eine ideale Baulage: "Wenig Berge, nah am Zentrum."

"Endlich haben wir den Spatenstich gemacht", sagt Bürgermeister Daniel Wehner (CSU). "Wir haben viele junge Familien, die darauf warten." 26 Bauplätze sollen entstehen. "Bisher gibt es 14 Baubewerber", sagt Wehner. Da sei noch Luft.

Neues Wohngebiet, Sanierungen

"Es braucht neue Wohnbaugebiete für junge Leute", findet Silvia Metz (CSU), 2. Bürgermeisterin - und das, obwohl die Einwohnerzahlen zurückgehen. Altortsanierung werde auch gemacht. Im Zentrum gebe es kaum noch Flächen, die bebaut werden könnten, sagt Wehner.

Planung des Baugebietes

Das Ingenieurbüro Stubenrauch ist für die Planung des Baugebietes zuständig. Es habe etwa Änderungen am Bebauungsplan eingearbeitet, Straßen und Gehwege geplant, das Entwässerungssystem und die Größe des Regenrückhaltebeckens berechnet, sagt Jan-Michael Derra vom Ingenieurbüro. Und: "Wir haben die Ausschreibung und das Vergabeverfahren gemacht", sagt Klaus Maaßen. Jetzt beginne die Bauüberwachung. "Wir prüfen, ob die Pläne auch so umgesetzt werden wie gedacht."

Die praktischen Erschließungsarbeiten im Baugebiet übernimmt die Firma Zehe. Die Firma habe auch die Arbeiten in den beiden Baugebieten in Premich und Stangenroth übernommen, sagt Wehner.

Bisher im Zeitplan

"Ende Mai 2021 soll alles abgeschlossen sein", sagt Maaßen. Bisher liege man im Zeitplan. "Corona hat im Bau kaum eine Rolle gespielt", sagt er. "Wenn wir den Mai halten, wäre es perfekt", findet Wehner.

Bis es nun zum Spatenstich kam, ist einige Zeit vergangen. Schon 2006 hatte der Marktgemeinderat den Bebauungsplan für das Baugebiet verabschiedet.

Lang geplantes Baugebiet

Ein Problem: Flächen im Baugebiet waren noch in Privatbesitz. "Was lange währt, wird endlich gut", sagt Metz. Es habe viele Probleme gegeben. Als Beispiele nennt sie den Grunderwerb oder das Energiekonzept.

"2015 habe ich den Antrag gestellt, das Baugebiet wiederzubeleben", sagt sie. Man habe lang darum gekämpft, dass es komme.