Der 87. deutsche Bauerntag des Bauernverbandes schlug dieser Tage seine Zelte im sächsischen Schkeuditz bei Leipzig auf. Daran nahm der Obmann des Kreisverbandes Haßberge, Klaus Merkel, teil. Der Landwirt aus Mariaburghausen steht seit Jahren an der Spitze des Bauernverbandes im Kreis Haßberge.

"Die Top-Themen in der Öffentlichkeit sind aktuell Klima- und Artenschutz. Wir Bäuerinnen und Bauern tun bereits enorm viel, um diesen Wandel zu meistern und mit unserer Arbeit einen Beitrag dazu zu leisten. Dafür sind jedoch unbedingt verlässliche und langfristig angelegte Rahmenbedingungen nötig", sagt Klaus Merkel. Für eine erfolgreiche Zukunft auf den Bauernhöfen sind nach seiner Darstellung fruchtbare Böden und starke Pflanzen sowie Düngeregeln wichtig. "Bei den Beratungen zwischen Bund und EU-Kommission zur Umsetzung der Düngeverordnung sind dringend Nachbesserungen nötig, um zum Beispiel Sommerzwischenfrüchte ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen", sagt Merkel. Die Bundesregierung und die Landesregierungen seien gefordert, sich bei der EU-Kommission für praxistaugliche Regelungen einzusetzen und die Messstellen für die "Roten Gebiete" in den Ländern zu überprüfen, fordert er.

Zusammen mit 70 weiteren Delegierten aus der bayerischen Land- und Forstwirtschaft hat er die bayerischen Bauern bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Bauernverbandes vertreten. "Die Bauernfamilien sehen sich einer immer größeren Zerreißprobe ausgesetzt: auf der einen Seite immer höhere Ansprüche und immer neue Gesetze, auf der anderen Seite der immense Preisdruck und die Konkurrenz von billiger Ware aus dem Ausland."

In Schkeuditz bei Leipzig wollte Merkel deshalb den Anliegen der Bauern aus dem Haßbergekreis eine kraftvolle Stimme geben, wie aus einer Mitteilung des Bauernverbandes vom gestrigen Donnerstag hervorgeht. "Um die Herausforderungen zu meistern, brauchen wir Bauernfamilien in dieser Situation die Unterstützung der Verbraucher und verlässliche politische Rahmenbedingungen. Die aktuelle Diskussion zum Artenschutz oder zur Düngeverordnung jedoch zeigen, dass hier noch ein weiter Weg vor uns allen liegt."

Auf dem deutschen Bauerntag diskutierte Klaus Merkel zusammen mit sieben Delegierten aus Unterfranken und insgesamt 500 Delegierten aus ganz Deutschland über die aktuellen Herausforderungen und die Zukunft der Landwirtschaft. In drei Diskussionsforen sprachen Bauern, Wissenschaftler und Politiker über die Themen Tierhaltung, Klima- und Insektenschutz sowie die Zukunft und die Wettbewerbsfähigkeit. red