Die bauliche Modernisierung der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg geht voran. Sowohl in Erlangen als auch in Nürnberg nehmen die Projekte deutlich Gestalt an: Für die Erziehungswissenschaften in Nürnberg hat das Kabinett unlängst für eine Bestellbau-Lösung im Norden der Stadt gestimmt. Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) betont in einer Pressemitteilung: "Es geht voran mit den Erziehungswissenschaften in Nürnberg: Die Studentinnen und Studenten der Friedrich-Alexander-Universität können zügig mit einem neuen Quartier rechnen. Selbstverständlich setzen wir hier auf einen qualitätsvollen und innovativen Studienraum." Vorgesehen sei dabei nicht nur ein Mietvertrag auf 20 Jahre, sondern auch eine anschließende Kaufoption durch den Freistaat. Nächster Schritt sei nun die Ausschreibung.

Auch die Verlagerung der Philosophischen Fakultät in Erlangen hat mit der kürzlich erteilten Genehmigung des Bauantrags für die Sanierung und den Umbau des sogenannten Himbeerpalasts eine entscheidende Etappe genommen. Damit ist laut Minister Sibler der "Startschuss für die komplette Um- und Neugestaltung der Philosophischen Fakultät und des Fachbereichs Theologie der FAU gefallen". Mehr als 100 Millionen Euro investiert der Freistaat dafür.

Ebenso entwickelt sich das Erlanger Südgelände immer weiter. Die Planungen für den zweiten Bauabschnitt des neuen Chemikums sowie für einen Neubau der Technischen Chemie laufen auf Hochtouren. Die entsprechenden Bauanträge wurden bereits im September 2019 genehmigt. Zusammen mit zwei ebenfalls bewilligten Hörsaalgebäuden mit insgesamt vier modernen Hörsälen investiert der Freistaat dabei über 300 Millionen Euro. Für eine räumliche Erweiterung der Technischen Fakultät durch den Ankauf von Teilen des Siemens-Campus steht der Freistaat laut Pressemitteilung zudem in entscheidenden Verhandlungen.

Ebenfalls auf dem Südgelände wurde für einen neuen Forschungsbau für das Erlangen Centre for Astroparticle Physics (ECAP Laboratory) Mitte Juli nach einem knappen Dreivierteljahr Bauzeit bereits das Richtfest gefeiert. Die Kosten von fast 40 Millionen Euro teilen sich das Land Bayern und die Bundesregierung.

Ein weiterer neuer Forschungsbau aus dem Exzellenzcluster "Engineering of Advanced Materials" (EAM) wurde vor gut einem Jahr eingeweiht. Insgesamt wird der Freistaat für die in den nächsten Jahren anstehenden Baumaßnahmen rund 1,5 Milliarden Euro investieren. Daran halte er selbstverständlich auch in der Corona-Krise fest, erklärt eine Sprecherin des Wissenschaftsministeriums. red