Für das Gewerbegebiet an der Auraer Straße genehmigte der Marktgemeinderat die neu gefasste Erschließungsplanung, die Andreas Fischer vom Ingenieurbüro Hossfeld und Fischer auflegte. Der früher erstellte Bebauungsplan war nicht anwendbar und wurde durch die Neuanlage ersetzt.

Wie der Ingenieur ausführte, verlangt das Staatliche Bauamt Schweinfurt einen 8,50 Meter breiten Streifen, der nicht beparkt werden darf und einen Abstand von 20 Meter von der Auraer Straße zur Bebauung. Durch die weiter nach Westen verlagerte Erschließung muss der geplante Netto-Markt seine Parkplätze nach hinten verlegen. Die Einfahrt ins Gewerbegebiet soll auf gleicher Höhe wie die in den gegenüberliegenden Rewe-Markt entstehen. Der 1,75 Meter breite Fußweg im Bereich zwischen der Staatsstraße und dem Kreisverkehr soll einen Sicherheitsabstand von 1,50 Meter zur Straße haben. Ein Rückhaltebecken soll im nordwestlichen Teil des Areals Regenwasser bremsen und so Hochwasser vermeiden. Eine erweiterte Baugrunduntersuchung findet laut Fischer noch statt. Auf Anfrage von Christian Erhard will das Ingenieurbüro "möglichst viel noch in diesem Jahr abarbeiten". Den Baubeginn terminierte Fischer auf das Frühjahr 2023, in dem Jahr sollen die Bauarbeiten noch abgeschlossen werden. Die erarbeitete Planung erkannte der Gemeinderat einmütig an.

Der Beitritt zur Zentralen Beschaffungsstelle des Landratsamts sorgte für Kritik. Der neue Anlaufpunkt, der die Kommunen bei Beschaffungen mit Rat und Information unterstützen soll, war Elmar Hofmann ein Dorn im Auge. "Euerdorf soll nicht wieder Mit-Zahler für Maßnahmen des Kreises sein", sagte er. 2. Bürgermeister Michael Röder warb hingegen für eine Zustimmung "denn das Terrain wird immer komplizierter". Der Beitritt wurde gegen zwei Stimmen gebilligt.

Der Marktgemeinderat beschloss mehrheitlich so genannte "Hybrid"-Sitzungen, also Internet-Konferenzen, zuzulassen. 3. Bürgermeister Michael Fell beklagte anhand der umfangreichen Sitzungsvorlage und der gesetzlichen Vorgaben, dass "hier keiner mehr durchblickt, was wir dürfen oder nicht". Dem Zuschuss-Antrag des evangelischen Pfarramts zum Bau eines Gemeindehauses lehnte der Rat zwar als "überörtliches Vorhaben" ab, gibt jedoch eine Pauschalsumme von 5000 Euro für das Vorhaben.

Für die Veranstaltungen im neuen Rathaus legte das Gremium 55 Euro für den Veranstaltungsraum I und 25 Euro für den Veranstaltungsraum II fest. Vereine können die Räumlichkeiten kostenfrei nutzen. Allerdings dürfen hier keine privaten Feiern abgehalten werden.