Fand die Mitgliederversammlung des Hospizvereins Lichtenfels im Vorjahr coronabedingt nur schriftlich in einem Umlaufverfahren statt, so konnte die Vorsitzende Andrea Starker diesmal die Mitglieder erfreulicherweise in einer Präsenzveranstaltung im Stadtschloss begrüßen. „Gerade von den zwischenmenschlichen Beziehungen lebt unser Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die letzte Phase des Lebens von Schwerstkranken und Sterbenden unterstützend zu begleiten“, unterstrich die Vorsitzende . Ausgerechnet in dem durch die Corona-Pandemie bestimmten Jahr 2021 sei der am 20. Juni 1996 gegründete Verein 25 Jahre alt geworden. Die Jubiläumsfeier soll aber im nächsten Jahr nachgeholt werden.

Der Verein wird aktuell von einem Dreierteam geführt, nämlich von der langjährigen stellvertretenden Vorsitzenden Andrea Starker, der Initiatorin Barbara Popp-Heimerl und von Markus Kleinhenz. Den Posten der bisherigen Schatzmeisterin Brunhilde Zawidzki übernahm Angelika Lauer, den der bisherigen Schriftführerin Monika Hummel Katja Enders, während Sabine Schmid-Hagen, Hildegard Bunzelt und Alfons Staudt dem Beirat angehören.

Andrea Starker bilanzierte die geleistete Arbeit des Hospizvereins . Schwerpunkt war natürlich die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender sowie die Beratung und Trauerbegleitung der Angehörigen. Die Bitte um Betreuung bei den 26 neuen Fällen ging dabei von der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (10), den Angehörigen (7), Pflegeeinrichtungen (7) und Kliniken (2) aus. Die meisten der betreuten Menschen waren zwischen 71 und 95 Jahre alt.

Neben den Schwerstkranken hätten aber auch die Angehörigen im Blickfeld gestanden, um ihnen bei Trauergesprächen, psychosozialen Beratungsgesprächen und Palliativberatung einen Beistand in dieser schwierigen Situation zu geben. Da man im Jahr 2020 über Monate hinweg nicht zu den Schwerstkranken und auch nicht in Heime und Kliniken konnte, hatten die ehrenamtlichen Hospizhelfer mit 256 Stunden einen stark verringerten Zeitaufwand im Vergleich zum Vorjahr von 855 Stunden.

Barbara Popp-Heimerl oblag es, vier langjährige verdiente Vorstandsmitglieder, die sich entweder von Anfang an oder seit vielen Jahren für den Hospizverein engagierten, mit einem herzlichen Dankeschön und einem Blumengruß zu verabschieden. Brunhilde Zawidzki sei von Anfang an, also fast 25 Jahre lang, durch ihre große Sachkompetenz als Schatzmeisterin unverzichtbar für den Hospizverein gewesen. Als Mitglied der ersten Stunde habe sich Monika Hummel als hilfreicher Ansprechpartner erwiesen und Verantwortung bei der Realisierung von Vorhaben übernommen. Auch im Vorstand habe sie als Schriftführerin eine wichtige Arbeit geleistet. Inge Atzpodien habe sich neben ihrer Tätigkeit im Vorstand auch bis zum heutigen Tag durch ihren Einsatz im ambulanten Betreuungsdienst verdient gemacht und war so ein wichtiges Bindeglied zwischen Vorstand und Helferkreis.. Steffen Coburger sei durch seine Sachkompetenz vor allem in personellen und rechtlichen Fragen für die Arbeit des Hospizvereins eine wichtige Unterstützung gewesen. thi