Getreu dem alten Nikolauslied „Lasst uns froh und munter sein …“ dürfen sich die Zeulner auf stabile Wasserpreise freuen . Diese frohe Botschaft verkündete Erster Bürgermeister Friedlein-Zech (UBMz) am Nikolausabend bei der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres in der TSV-Turnhalle.

Die Kalkulation wurde turnusgemäß vom Büro WRS Leffer, Steuer- und Kommunalberatung, aus Memmelsdorf durchgeführt. Sie erfolgte unter der Vorgabe, dass der Preis für den Fremdwasserbezug von der Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) ab 1. Juli 2022 um 15 Cent/Kubikmeter steigen wird. Gleichzeitig ergab jedoch eine Rückbetrachtung auf die letzte Kalkulationsperiode, dass hier die Wasserverluste und auch der Fremdwasserbezug deutlich reduziert werden konnte, wodurch ein Überschuss erwirtschaftet wurde. Dieser Überschuss zusammen mit den Einsparungen beim Fremdwasser ermöglichen es, dass der Wasserpreis trotz der Preiserhöhung seitens der FWO auch künftig unverändert mit 2,43 Euro/m³ beibehalten werden kann. Friedlein-Zech erläuterte, dass der Gebührenkalkulationszeitraum von drei Jahren wieder mal rum sei. Die Gebühren für die Wasserversorgung der Jahre 2022 bis 2024 blieben also stabil.

Ebenfalls einen Grund zur Freude stellt die Unterzeichnung einer Vereinbarung über Ausgleichszahlungen an Städte und Gemeinden (Ausgleichsvereinbarung) zwischen der Tennet TSO GmbH und dem Markt Marktzeuln dar. Das Gemeindeoberhaupt erläuterte, dass diese Ausgleichszahlungen die Maßnahme des Ersatzneubauprojektes Ostbayernring schmackhaft machen soll. Dasselbe habe man damals, als die 380-Kilovolt-Leitung kam, von Tennet erhalten.

Jede Baumaßnahme von Stromtrassen bedeutet eine Belastung für Mensch und Umwelt. Darum verpflichtet sich der Übertragungsnetzbetreiber zum finanziellen Ausgleich für mögliche Beeinträchtigungen von betroffenen Kommunen und Gemeinden. Am 17. November 2021 wurde diese Vereinbarung unterzeichnet. Die Tennet TSO GmbH leistet eine pauschale Ausgleichszahlung für das Ersatzneubauprojekt Ostbayernring, um mögliche Beeinträchtigungen, die durch den energiewendebedingten Netzausbau entstehen, im Gemeindegebiet Marktzeuln zu kompensieren. Diese Ausgleichszahlung setzt sich wie folgt zusammen: Für die Leitungslänge von 0,4 Kilometern auf dem Gemeindegebiet Marktzeuln erhält der Markt Marktzeuln insgesamt 11 000 Euro (27 500 Euro pro Kilometer).

Über Anfragen von Bürgern an den Gemeinderat hatte Jutta Stark (UBMz) zu berichten. Zum einen sorgten sich Einwohner, dass auf dem Wanderweg beim Kulbitz ältere Bäume eventuell auf das Schützenhaus fallen könnten. Doch Friedlein-Zech erklärte, dass diese Bäume regelmäßig kontrolliert werden würden.

Dunkelheit beklagt

Zum anderen beklagten Bürger die Dunkelheit in der Schützenstraße. Zu Beginn der Sanierung des Gebäudes, in dem der Dorfladen einmal sein wird, wurde eine ungünstig gelegene Straßenlaterne entfernt, um die Sanierung zu ermöglichen. Eine Behelfsbeleuchtung ist nach Meinung des Bürgermeisters unverhältnismäßig. Er bat die Anwohner um Verständnis, da in wenigen Wochen die entsprechenden Baumaßnahmen abgeschlossen wären. Außerdem gäbe es dunklere Stellen in Marktzeuln . Hubert Gehrlich (UBMz) bat darum, dass die Beleuchtung des Kinderspielplatzes überprüft werde, da sie sehr eingewachsen sei.

Zweite Bürgermeisterin Petra Niechziol ( SPD ) bedankte sich für die geleistete Arbeit beim Bürgermeister, dem Gemeinderat und der Gemeinde für die stets konstruktive und freundliche Zusammenarbeit des vergangenen Jahres. Schließlich sei es „heuer nicht ganz einfach gewesen“.

Das Gemeindeoberhaupt teilte mit, dass die Firma OFM Communications GmbH & Co. KG aus Burgkunstadt mit den Erdarbeiten für den Glasfaseranschluss des Rathauses Marktzeuln begonnen habe. Es wurde eine Baugrube im Gehweg beim Rathaus errichtet. Ebenso beim Anwesen Am Flecken 5, um das Kabel einziehen zu können; außerdem wird hier ein Netzverteilerkasten aufgestellt.