Die Mitgliederversammlung des Alpenvereins fand in den Harmonie-Sälen statt. Vorsitzender Klaus Müller führte aus, dass das Vereinsleben durch die Pandemie zwar einen weitgehenden Stillstand erlitt, dennoch sei viel Aufwand zur Führung der Geschäfte erforderlich gewesen. Nicht zuletzt deswegen habe sich die Sektion entschlossen, mit Harald Keiling einen im Alpenverein bestens vernetzten Geschäftsführer einzustellen.

Die Neue Bamberger Hütte in den Kitzbüheler Alpen litt unter einem eingeschränkten Sommerbetrieb und einer komplett ausgefallenen Wintersaison; entsprechend fehlten hier die Einnahmen aus dem Hüttenbetrieb. Allerdings blieb die Mitgliederzahl konstant, so dass die Finanzlage der Sektion stabil sei. Auch das Würgauer Haus kämpfte mit einem deutlichen Rückgang der Einnahmen. Das Gesamtergebnis des Vereins betrug für das Jahr 2020 mit Abschreibungen rund 14 000 Euro, trotz Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen in Höhe von rund 310 000 Euro. Pandemiebedingt mussten 20 von 38 Ausbildungs- und Führungstouren ausfallen. Auch das Referat Wandern hatte 34 Tages- und Mehrtagesfahrten geplant; davon mussten jedoch 15 Fahrten wegen Corona abgesagt werden. Noch härter traf es die alpinen Skifahrer, bei denen alle für den Winter 2019/20 geplanten Veranstaltungen ausfielen.

Die Geschäftsstelle konnte ihr 25-jähriges Bestehen feiern; sie ist Verwalter und Ansprechpartner für die 7172 Mitglieder (Stand 31. Dezember).

Der Internetauftritt www.alpenverein-bamberg.de kann weiter gestiegene Zugriffszahlen vorweisen. In der Vereinsführung waren durch Rücktritte einige Posten neu zu besetzen: Im Vorstand sind jetzt Leo Fischer als Schriftführer und Max Wald als Ausbildungsreferent sowie Lorenz Mrohs als zweiter Jugendreferent. Im Beirat hat die Sektion jetzt mit Roberto Henkel und Florian Eichhorn zwei Hüttenwarte für das Würgauer Haus. Der Vorstand schlug als Dank für viele Jahre außergewöhnlichen Engagements die Ernennung von Rosi und Herrmann Hollfelder zu Ehrenmitgliedern vor. Beide haben als Hüttenwarte das Würgauer Haus bestens in Schuss gehalten und mit einer guten Vermietungsquote positive Beiträge für den Verein erwirtschaftet. Matthias Werb hielt dann noch eine kurze Laudatio auf „den längstgedienten Vorstandskollegen“ Harald Keiling, der aufgrund seiner neuen Funktion als Geschäftsführer keine ehrenamtliche Funktion mehr ausfüllen darf. red