Die Haushaltsplanung für das Jahr 2027 wird schwierig. Die Rücklagen sind aufgebraucht.
Das kommunale Haushaltsrecht mit der örtlichen Prüfung von Jahresabschlüssen aus den Jahren von 2023 bis 2025 hat die erste Sitzung des Kreisausschusses bestimmt. Im Jahre 2025 lag ein Jahresfehlbetrag von 2,93 Millionen Euro vor, der aber besser war als die geplanten 4,38 Millionen Euro. Dennoch betonte Landrat Michael Ziegler (CSU): „Wir fangen diesmal mit unseren Haushaltsberatungen schon im Juli an, weil es nicht gut ausschaut. Es wird schwer, den Haushalt für das Jahr 2027 aufzustellen.“
Kreiskämmerer Tim Kestel konnte dem Haushalt trotzdem etwas Positives abgewinnen, weil man die Schulden um 2,24 Millionen Euro auf nunmehr 20,7 Millionen Euro verringern konnte. Ein Problem sei allerdings, dass man schon die laufende Verwaltung mit einem Defizit abschließe. „So haben wir wenig Spielräume, haben aber weitere Maßnahmen, die weiter lauf, aber das Geld geht uns langsam aus.“
Bauhof Ebern wird saniert
Auch er bestätigte, dass es bei der neuen Haushaltsplanung nicht mehr so rosig aussehe. „Die Rücklagen sind praktisch vollständig aufgebraucht. Bei der nächsten Bürgermeister-Dienstversammlung werden wir die Haushaltspositionen einmal genauer darstellen.“ Bis zum Jahresende komme man nämlich auf einen siebenstelligen Betrag, der nicht gegenfinanziert sei.
Dabei liege man mit der Personalquote von etwas über 20 Prozent noch recht gut. Auch die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen seien mit einem Anteil von sieben Prozent relativ niedrig. Ganz anderes verhalte es sich allerdings mit den Transferaufwendungen für Sozialleistungen, Zahlungen an den Bezirk sowie Zuschüsse an Private und den ÖPNV.
Eine überplanmäßige Ausgabe stand für die Tiefbauverwaltung an, wo schon seit mehreren Jahren die Sanierung des Bauhofs in Ebern auf dem Plan stand, aber wiederholt verschoben wurde. Aufgrund des fortschreitenden Sanierungsbedarfs sei die Umsetzung der Maßnahmen aber im Haushalt 2026 unabweisbar. Im Haushalt war ein Ansatz von 647.500 Euro veranschlagt, der aber nicht ausreiche. Deswegen wurden zusätzliche Mittel in Höhe von 299 000 Euro bewilligt.
Prämie für Top-Absolventen
Eine Änderung wurde auch bei den Richtlinien für die „Heinrich-Thein-Stiftung“ vollzogen, die auf eine Erbschaft des Bildhauers Heinrich Thein aus dem Jahre 1969 zurückgeht mit dem Ziel, den Ertrag für die Auszeichnung und Förderung der jeweils besten Absolventen der Berufsaufbauschule Haßfurt und des 2. Bildungsweges zu verwenden. Der geringen Zinserträge wegen wurden die Richtlinien schon 2021 einmal geändert und nun vollzog man eine weitere Anpassung. Künftig sollen die zwei besten Absolventen der „Heinrich-Thein-Schule“ ausgezeichnet werden mit einem Prämie von maximal je 500 Euro. Neben der Schulnote werden dabei auch schulische Einsätze und soziales Engagement mit einbezogen.
Verzicht auf Bericht
Eine Änderung gab es auch für den Gesellschaftsvertrag der „Bürgerwindpark Sailershausen Wald GmbH & Co. KG,“, die seit dem Jahre 2015 den Windpark mit zehn Windkraftanlagen mit einer Nabenhöhe von 141 Metern und einer Gesamtleistung von 24 Megawatt betreibt. Die Gesellschaft hat eine Bilanzsumme von 24,5 Millionen Euro (2024) und erzielte in dem gleichen Jahr einen Umsatz von 4,9 Millionen Euro.