Adelheid Waschka

Christopher Blenk von der Innovativen Sozialarbeit/Jugendarbeitsmodell (Iso/Jam) der Verwaltungsgemeinschaft Baunach berichtete dem Gemeinderat Gerach bei seinem Rückblick auf 2021, dass es im vergangenen Jahr das Ziel gewesen sei, den Kontakt mit den Jugendlichen zu halten. Man habe versucht, die Angebote der Jugendarbeit soweit wie möglich und vertretbar in Präsenz zu gestalten, ansonsten aber die Aktivitäten in räumliche Distanz zu verlegen.

Iso-Mitarbeiterin Nina Graf erklärte dem Gemeinderat das Projekt „Demokratie leben“. Als Beschäftigte des Bildungsbüros im Landratsamt Bamberg war es ihre Aufgabe, den Stellenwert der Demokratie innerhalb des Landkreises zu fördern.

Bisher gebe es Jugendparlamente in Strullendorf, Baunach, Stegaurach und Breitengüßbach. Dabei sollen die Richtlinien flexibel gehalten werden und sich an den Begebenheiten vor Ort orientieren.

Demokratieverständnis fördern

Als Vorteile nannte Graf das aktive Mitgestalten innerhalb der Gemeinde sowie die Förderung eines Demokratieverständnisses, damit die Jugendlichen verstehen, wie politische Prozesse funktionieren. Für den Gemeinderat werde Nachwuchs gefördert, die Jugendlichen erhielten Rederecht in den Sitzungen, erlernten die Antragsverfahren und wie man selbst Verantwortung übernehmen könne.

Voraussetzungen für ein Jugendparlament seien unter anderem ein positiver Gemeinderatsbeschluss, Öffentlichkeitsarbeit und schließlich die Abstimmung der Wahlberechtigten in einem Wahlportal.

Nach dem Vortrag wurden bei der abschließenden Diskussionsrunde Fragen der Gemeinderatsmitglieder geklärt. Bürgermeister Sascha Günther ( CSU ) bedankte sich bei den Mitarbeitern von Iso und Jam sowie bei der Jugendbeauftragten Anja Hartmann für die gute Zusammenarbeit vor Ort.

Ein Gemeinschaftsbauhof?

Da der Freistaat Bayern die interkommunale Zusammenarbeit mit 85 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, maximal 90 000 Euro, unterstützt, hatten sich die Gemeinschaftsversammlung und die vier Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft Baunach bereits seit längerem mit dem Thema befasst, einen Bauhof für die vier Mitgliedsgemeinden einzurichten.

Als Voraussetzung dafür müsse ein Gutachten erstellt werden, aus dem sich ergebe, dass mit der geplanten Maßnahme eine Einsparung der personellen und sachlichen Ausgaben von mindestens 15 Prozent pro Jahr erzielt werde. Hierfür können jedoch keine Zuwendungen erwartet werden. Nach Ablauf der Frist am 31. Dezember 2021 wird nun auf eine Verlängerung dieses Programmes gehofft.

Als Kosten für dieses Gutachten wurde ein Betrag von 20- bis 25 000 Euro veranschlagt, lautete die Aussage des Vorsitzenden der VG-Gemeinschaftsversammlung, Markus Sippel. Die Bedenken vonseiten der Bauhofmitarbeiter bestanden darin, dass sie mehr Fahrten durchführen würden, da sie dann in allen Gemeinden zum Einsatz kommen müssten. Das Weisungsrecht verbliebe jedoch beim Arbeitgeber . Als Vorteil sei zu erwarten, dass man qualifizierte Fachkräfte für jeden Bereich habe und alle Arbeiten abdecken könne, ohne fremde Firmen hinzuziehen zu müssen.

Bürgermeister Günther wurde vom Gremium bevollmächtigt, die von der Verwaltung vorgelegte Vereinbarung über die Organisationsuntersuchung zur Zusammenarbeit der kommunalen Bauhöfe abzuschließen.