Bei Unterleiterbach haben die ersten Arbeiten bereits begonnen, beim Zapfendorfer Projekt soll es im August losgehen. Nach dem derzeitigen Zeitplan könnten beide Solarfelder zwischen Januar und März 2027 in Betrieb genommen werden. Auch finanziell sollen die Anlagen für die Kommune etwas bringen.
Für jede eingespeiste Kilowattstunde erhält die Gemeinde 0,2 Cent. Jungkunz rechnete für beide Projekte zusammen mit Einnahmen von rund 25.000 Euro pro Jahr. Darüber hinaus soll Bürgerinnen und Bürgern später die Möglichkeit angeboten werden, sich finanziell an den Projekten zu beteiligen. Wie diese Beteiligung konkret aussehen wird, ist allerdings noch offen.
Auf Nachfrage von Gemeinderat Dominik Werner (ABU) erklärte Jungkunz, dass derzeit kein Batteriespeicher vorgesehen sei. Eine spätere Nachrüstung sei aber denkbar. Andreas Schonath (WOB) erkundigte sich nach Ausgleichsmaßnahmen und der Eingrünung der Flächen. Unter anderem soll die südliche Fläche bei Unterleiterbach auf ihrer Nordseite eingegrünt werden. Eine komplette Einfassung der Anlagen mit Hecken ist nicht vorgesehen.
Wasser wird nicht teurer
Eine gute Nachricht gab es für alle Haushalte bei der turnusmäßigen Neukalkulation der Wassergebühren. Obwohl zuletzt erhebliche Summen in die Wasserversorgung investiert wurden, kann der Verbrauchspreis für weitere vier Jahre stabil gehalten werden. Zuletzt waren die Gebühren 2022 neu berechnet worden. Damals stieg der Preis von 1,25 Euro auf 2,25 Euro je Kubikmeter netto. Für den neuen Kalkulationszeitraum vom 1. Oktober 2026 bis zum 30. September 2030 hat der Markt die Kosten gemeinsam mit dem Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband erneut untersucht.
Das Ergebnis: Der kostendeckende Gebührensatz liegt weiterhin bei 2,25 Euro netto pro Kubikmeter. Einschließlich Mehrwertsteuer sind damit wie bisher 2,41 Euro zu bezahlen. Auch die Grundgebühren, die bereits seit 2014 unverändert sind, sollen nicht erhöht werden.
Bemerkenswert ist das vor allem vor dem Hintergrund der notwendigen Sanierungsmaßnahmen in der Wasserversorgung, die unter anderem im Rahmen der RZWas-Förderung durchgeführt werden. Trotz dieser Investitionen muss die Verbrauchsgebühr nicht angehoben werden. Geändert wird dennoch die entsprechende Gebührensatzung. Hintergrund ist eine Empfehlung des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes zur Preisangabenverordnung. Künftig soll der tatsächlich zu zahlende Gesamtpreis einschließlich Umsatzsteuer unmittelbar aus der Satzung hervorgehen. Der Marktgemeinderat stimmte der Kalkulation und der Satzungsänderung einstimmig zu.
Badesaison wird verlängert
Das Freibad Aquarena musste wegen eines Schadens an der Hauptwasserleitung im Bereich des Eingangsdrehkreuzes vorübergehend schließen. Die ursprünglich geplante lange Badenacht soll am 31. Juli nachgeholt werden. Gleichzeitig kündigte Bürgermeister Hofmann an, die Freibadsaison als Ausgleich um eine Woche zu verlängern.