Wie der Bund Naturschutz (BN), Kreisgruppe Lichtenfels, mitteilt, haben aufmerksame Wanderer in der Nähe des Abenteuerspielplatzes am Kordigast kürzlich einen toten, aber unverletzten Feuersalamander mit deutlichen Hautveränderungen entdeckt und ein Foto des Tieres an den BN geschickt. Dieses wurde an die Universität Trier weitergeleitet, dort wird unter anderem die „Salamanderpest“ untersucht. Die Hautveränderungen könnten auf die Infizierung mit dieser hochgradig gefährlichen Krankheit hindeuten, so der BN.

Bei der Nachsuche konnte der Salamander leider nicht mehr aufgefunden werden, womit nicht sicher festgestellt werden kann, dass es sich tatsächlich um diese Krankheit handelt, denn dazu wäre ein Hautabstrich und eine Untersuchung im Labor nötig. Hinter der Salamanderpest verbirgt sich der Pilz Batrachochytrium salamandrivorans, kurz Bsal. Dabei handelt es sich um einen äußerst aggressiven und hoch infektiösen Hautpilz, der vor allem für Feuersalamander, aber auch für Molche eine große Gefahr darstellt. Beim heimischen Feuersalamander führt eine Ansteckung fast immer zum Tod. Die Symptome (Geschwüre und Löcher auf der Hautoberfläche; letztere nicht zu verwechseln mit den Drüsen) sind jedoch erst in einem sehr späten Stadium der Krankheit erkennbar.

BN bittet um Benachrichtigung

Der BN bittet die Bevölkerung daher, tote Salamander ohne offenkundige Verletzungen und lebendige Tiere mit deutlich sichtbaren Hautveränderungen mit genauem Fundort und einer scharfen Nahaufnahme des Tieres an lichtenfels@bund-naturschutz.de zu melden. Der Pilz ist für Menschen völlig ungefährlich, allerdings sind Menschen Überträger von Bsal, zum Beispiel durch Schuhwerk, Arbeitsgeräte, Fahrzeuge usw. Die Pilzsporen sind zwar auf Feuchtigkeit zum Überleben angewiesen, mittlerweile wurde jedoch nachgewiesen, dass Dauersporen auch bei Trockenheit mehrere Monate überleben können. red