Oberhaid hat einen neuen Jugendpfleger. Der 36-jährige Martin Kaufmann tritt in die Fußstapfen von Oliver Schulz-Mayr, der nach 17 Jahren erfolgreicher Arbeit eine neue berufliche Herausforderung suchte. Kaufmann, der gelernter Erzieher ist, wurde nun offiziell dem Gemeinderat in seiner Sitzung vorgestellt. Er "brenne" für die Jugendarbeit und sieht in einer Erlebnispädagogik und der Einbeziehung neuer Medien seine Arbeitsschwerpunkte.

Dem "Neuen", der offiziell beim Verein für kommunale Jugendarbeit Oberhaid angestellt ist, galt ein herzlicher Willkommensgruß von Bürgermeister Carsten Joneitis ( SPD ) und allen Fraktionen.

Nachbarin im Jugendzentrum ist die Bücherei in Oberhaid mit ihrer Leiterin Sabine Jahn, die nach guter Väter Sitte ihren alljährlichen Bericht abgab. Ihr gelang es, trotz einer coronabedingten Schließung von 13 Wochen die Zahlen in allen Bereichen nochmals zu steigern. So konnte die Zahl der Nutzer auf fast 1000 mit 205 Neuanmeldungen erhöht werden, die die Auswahl unter rund 11 000 Printmedien und 1000 "Nicht-Buch-Medien" hatten. Für einen reibungslosen Ablauf sorgten 24 Mitarbeiterinnen und ein Mitarbeiter. An fünf Tagen hat die Bücherei für Leseratten geöffnet, drei Tage ist sie für die Schule geöffnet. 19 410 Entleihungen wurden gezählt, gut angenommen wurde auch "Click and Collect". Trotz Corona konnten zahlreiche Veranstaltungen angeboten werden.

Jahresgebühr steigt

Durchstarten will man auch in diesem Jahr, egal ob es das Ferienprogramm, das Seniorenkino, der Büchereiführerschein und die Teilnahme am Bamlit sind. Bedingt durch die allgemein gestiegenen Kosten, aber aber auch die Teilnahme am Projekt "Leo-Nord", der OnLeihe, sah sich der Gemeinderat gezwungen, auch die Jahresgebühr für die Büchereinutzung zu erhöhen. Für Erwachsene beträgt diese ab 1. April nun zehn Euro statt bislang acht Euro, Kinder sind mit fünf Euro dabei und der Familienbeitrag beläuft sich nun auf 16 Euro (bisher zwölf Euro).

Fast überrollt wurde die Gemeinde von den Anmeldezahlen nach den Anmeldewochen in der Kindertagesstätte Regenbogen: 16 Anmeldungen wurden für das nächste Kindergartenjahr ab September 2021 gezählt, so dass, wie Geschäftsstellenleiterin Nadja Göhl ausführte, eine Bedarfsnotwendigkeit von derzeit zwölf weiteren Krippenplätzen besteht. Da der Anbau einer zweiten Krippengruppe in der Kindertagesstätte Regenbogen wohl erst im Herbst des nächsten Jahren abgeschlossen werden kann, sprach sich der Gemeinderat für eine Nutzungsumwandlung der Turnhalle in der Kindertagesstätte in einen Krippenraum aus. Verbunden sind damit kleinere Umbauten, wie die Schaffung von Rückzugsnischen.