Der Hirschaider Marktgemeinderat beschloss in seiner letzten Sitzung unter Leitung von Bürgermeister Klaus Homann ( CSU ) einstimmig eine neue Bestattungs- und Friedhofsatzung. Die alte Satzung von 2012 musste angepasst und neuen Gegebenheiten sollte Rechnung getragen werden. Die Satzung gilt ab sofort für die Friedhöfe in Hirschaid , Sassanfahrt, Röbersdorf und Erlach sowie für die dortigen Leichenhäuser und für das Bestattungspersonal.

Auf Beschwerden reagieren

Sachbearbeiter Günther Dittrich sprach von einer intensiven Auseinandersetzung mit der Thematik und dazugehöriger Beratung durch einen Rechtsanwalt . Man wolle damit auf Probleme und Beschwerden reagieren, die immer wieder an die Verwaltung herangetragen wurden.

Alle Friedhöfe sind im Sinne der Bevölkerung normalerweise ohne zeitliche Begrenzung geöffnet. Die aktualisierte Satzung soll dazu beitragen, dass die Würde der Friedhöfe und eine ordnungsgemäße Nutzung gewährleistet wird. Sie enthält neben technischen Details, Ordnungs- und Bestattungsvorschriften, nun auch die Möglichkeit für modernere Begräbnisarten, wie zum Beispiel Gemeinschaftsgrabanlagen für Urnen, anonyme Urnengrabstätten, Urnengrabfächer, eine Friedwiese oder eine Baumgrabstätte.

Unter dem Schutz der Gemeinde

Generell verboten sind Grabsteine , die durch Kinderarbeit hergestellt werden. Dies gilt für sämtliche Bearbeitungsschritte von der Gewinnung des Natursteins bis hin zum Endprodukt. Ein entsprechender Nachweis muss vorgelegt werden. Künstlerische und historisch wertvolle Grabmale und bauliche Anlagen unterstehen dem besonderen Schutz der Marktgemeinde . Sie zu entfernen oder zu ändern, auch nach Ablauf der Ruhefrist und des Grabnutzungsrechts, muss von der Kommune erlaubt werden. Es wurde vonseiten des Marktgemeinderats angeregt, eine entsprechende Bestandsaufnahme zu machen.

Eine Neuordnung der Gebührensatzung für das Bestattungswesen in Hirschaid ist gerade in Vorbereitung.