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Das gelte für die Baubranche, aber auch für die Land- und Forstwirtschaft, die Gebäudereinigung, den Garten- und Landschaftsbau. An die heimischen Bundestagsabgeordneten im Kreis Lichtenfels und der Region appelliert die IG Bau, „Renten-Rückgrat“ zu zeigen und die Pläne der Bundesregierung „dringend zu korrigieren“. Andernfalls würden viele Berufe, in denen hart gearbeitet werde, an Attraktivität verlieren.
Ein weiterer Kritikpunkt der Gewerkschaft: das Abschaffen der Rente mit 63. „Das wäre gerade für viele Baby-Boomer ein Schlag ins Gesicht. Es macht ihnen einen dicken Strich durch ihre Lebensplanung“, sagt Behrendt.
11.500 Baby-Boomer
Im Landkreis Lichtenfels gibt es 11.500 Baby-Boomer, die in den kommenden zehn Jahren in Rente gehen werden, so die Gewerkschaft. Sie beruft sich dabei auf Berechnungen des Pestel-Instituts.
Der Chef der IG Bau Oberfranken warnt, die geburtenstarken Jahrgänge nicht zu enttäuschen: „Immerhin haben viele Boomer ihre Beitragsjahre für die Rente voll. Sie haben 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt und damit eine enorm lange Zeit ihres Lebens gearbeitet. Ihnen jetzt – gewissermaßen kurz vor knapp – die Rente mit 63 vor der Nase wegzuschnappen, das geht nicht. Das kostet Vertrauen.“
Im Fokus der Kritik der IG Bau Oberfranken steht auch das Rentenniveau, einen wichtigen Punkt von den 33 Vorschlägen der Rentenkommission: „Der Staat darf den Baby-Boomern ab 2031 kein Absenken des Rentenniveaus unter 48 Prozent zumuten“, sagt Uwe Behrendt. red