Knappe Mehrheit für Verkauf

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Kein schöner Anblick mehr: der „Alte Kindergarten“ in der Marktstraße 3 in Buttenheim.Andrea Spörlein
Kein schöner Anblick mehr: der „Alte Kindergarten“ in der Marktstraße 3 in Buttenheim.Andrea Spörlein

Konzept für „Alten Kindergarten“: Wohnungen und ein Treffpunkt im Anbau

Die mögliche Veräußerung des „Alten Kindergartens“ war das beherrschende Thema der jüngsten Gemeinderatssitzung in Buttenheim. Der „Alte Kindergarten“ in der Buttenheimer Marktstraße 3, in unmittelbarer Nähe der barocken Pfarrkirche St. Bartholomäus, steht schon seit etlichen Jahrzehnten leer.

Das ehemalige Schwesternwohnhaus, das später als Kindergarten genutzt wurde, ist zweigeschossig und verfügt über einen Anbau und einen Gewölbekeller. Die noch vorhandene Ausstattung ist weitgehend unbrauchbar und eine Grundsanierung des Gebäudes ist notwendig. Das Objekt befindet sich im förmlich festgesetzten Sanierungsgebiet „Altort Buttenheim“, was gegebenenfalls die Möglichkeit steuerlicher Abschreibungen beziehungsweise individueller Förderung mit sich bringt.

Zwei Angebote kamen

In der Mai-Ausgabe des Buttenheimer Marktanzeigers wurde die Immobilie mit einem Mindestgebot von 60.000 Euro und einem Nutzungskonzept ausgeschrieben. Nach Ende der Angebotsfrist waren lediglich zwei Angebote im Rathaus eingegangen. Geschäftsleiter Peter Münch sprach bei der Vorstellung der eingereichten Konzepte davon, dass lediglich ein Angebot mit einem Kauf verknüpft war.

Der erste Bewerber mit Kaufangebot stellte sich nach der Kernsanierung und Nutzbarmachung des Gebäudes eine Schaffung von zwei bis drei Wohneinheiten im ehemaligen Schwesternwohnhaus vor, mit der eventuellen Einbeziehung eines Teils des ehemaligen Kindergartens. Im restlichen Teil könnte er sich ein barrierefreies Bistro, ein Café oder eine Bar vorstellen. Eine Nutzung dieser Flächen für Events oder die Vermietung an geschlossene Gesellschaften oder Feiern wäre darüber hinaus denkbar. Damit würde der Ortskern wiederbelebt und ein Leerstand beseitigt werden.

Für den zweiten Bewerber steht im Mittelpunkt seiner Planung die Schaffung eines privaten Mehrgenerationenhauses für sich und seine Familie und damit ein langfristiges Zuhause. Er sieht großes Potenzial für eine umfassende Sanierung und Modernisierung und damit die Bewahrung des Charakters des Gebäudes und einer Beseitigung eines Leerstandes.

Verhandlungen aufnehmen

Der Geschäftsleiter erinnerte daran, dass das Grundstück in diesem Zustand keinerlei Nutzen für die Gemeinde hat und lediglich Geld kosten würde. Es waren in der Vergangenheit immer wieder Kaufangebote an die Kommune herangetragen worden, aber letztlich kam es zu keiner Veräußerung.

In der Diskussion kritisierte Marktgemeinderat Jürgen Saffer (CSU) vehement den zu geringen Mindestpreis für ein Grundstück in der Ortsmitte. Marktgemeinderätin Anita Göller (NWG) hielt dagegen, dass „trotz des geringen Preises ja lediglich nur zwei Angebote eingegangen sind“ und man doch eigentlich nicht will, dass das Anwesen noch weitere 30 Jahre leer steht. Die Bausubstanz würde dadurch auch nicht besser werden.

Der Marktgemeinderat beschloss letztendlich mit 8:7 Stimmen, auf der Grundlage des eingegangenen Kaufangebotes und des vorliegenden Konzeptes mit dem einen Bieter Vertragsverhandlungen einzuleiten, einen Kaufvertrag sowie einen Städtebaulichen Vertrag zu erarbeiten.

Bestellungen

Der Marktgemeinderat bestätigte einstimmig der Bestellung von Bürgermeisterin Stephanie Auer-Neuberg als Trauungsbeamtin und von Stefanie Behr als kommunale Jugendbeauftragte.