Konzept für „Alten Kindergarten“: Wohnungen und ein Treffpunkt im Anbau
Die mögliche Veräußerung des „Alten Kindergartens“ war das beherrschende Thema der jüngsten Gemeinderatssitzung in Buttenheim. Der „Alte Kindergarten“ in der Buttenheimer Marktstraße 3, in unmittelbarer Nähe der barocken Pfarrkirche St. Bartholomäus, steht schon seit etlichen Jahrzehnten leer.
Das ehemalige Schwesternwohnhaus, das später als Kindergarten genutzt wurde, ist zweigeschossig und verfügt über einen Anbau und einen Gewölbekeller. Die noch vorhandene Ausstattung ist weitgehend unbrauchbar und eine Grundsanierung des Gebäudes ist notwendig. Das Objekt befindet sich im förmlich festgesetzten Sanierungsgebiet „Altort Buttenheim“, was gegebenenfalls die Möglichkeit steuerlicher Abschreibungen beziehungsweise individueller Förderung mit sich bringt.
Zwei Angebote kamen
In der Mai-Ausgabe des Buttenheimer Marktanzeigers wurde die Immobilie mit einem Mindestgebot von 60.000 Euro und einem Nutzungskonzept ausgeschrieben. Nach Ende der Angebotsfrist waren lediglich zwei Angebote im Rathaus eingegangen. Geschäftsleiter Peter Münch sprach bei der Vorstellung der eingereichten Konzepte davon, dass lediglich ein Angebot mit einem Kauf verknüpft war.
Der erste Bewerber mit Kaufangebot stellte sich nach der Kernsanierung und Nutzbarmachung des Gebäudes eine Schaffung von zwei bis drei Wohneinheiten im ehemaligen Schwesternwohnhaus vor, mit der eventuellen Einbeziehung eines Teils des ehemaligen Kindergartens. Im restlichen Teil könnte er sich ein barrierefreies Bistro, ein Café oder eine Bar vorstellen. Eine Nutzung dieser Flächen für Events oder die Vermietung an geschlossene Gesellschaften oder Feiern wäre darüber hinaus denkbar. Damit würde der Ortskern wiederbelebt und ein Leerstand beseitigt werden.
Für den zweiten Bewerber steht im Mittelpunkt seiner Planung die Schaffung eines privaten Mehrgenerationenhauses für sich und seine Familie und damit ein langfristiges Zuhause. Er sieht großes Potenzial für eine umfassende Sanierung und Modernisierung und damit die Bewahrung des Charakters des Gebäudes und einer Beseitigung eines Leerstandes.