In der Woffendorfer Straße in Altenkunstadt befindet sich eine Baulücke. Diese möchte die Schöpf Verwaltungs GmbH & Co KG aus Altenkunstadt mit einem kleinen Baugebiet schließen. Geplant und erschlossen wird es von der Weismainer Baufirma Dechant. Geschäftsführer Thomas Dechant und Planer Stefan Graß stellten das Vorhaben bei der Gemeinderatssitzung vor.

Geplant sind neun Bauparzellen mit einer Parzellengröße zwischen 250 und 500 Quadratmetern. Vorgesehen sind zwei Doppelhäuser, ein Einfamilienhaus und eine Kettenhausanlage bestehend aus vier Häusern. Ein Kettenhaus bezeichnet in der Architektur ein Einfamilienwohnhaus, das mit weiteren gleichartig gestalteten Häusern eine geschlossene Reihung bildet. Die zwei Erschließungsstraßen weisen eine Breite von jeweils 5,50 Metern auf.

Ob es sich bei der Kettenhausanlage um Eigenheime oder Mietraum handele, stehe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest, so Dechant. Auch konkrete Kosten vermochte er noch nicht zu sagen. Er betonte aber immer wieder, mit der Anlage bezahlbaren Wohnraum schaffen zu wollen. Die Kettenhäuser setzen sich jeweils aus zwei Vollgeschossen und einem Spitzboden zusammen. Auch auf Nachaltigkeit und Energieeffizienz wird bei den Kettenhäuser Wert gelegt. Der Planung wurde mehrheitlich zugestimmt.

Interimslösung für Elterntreff

In einem Elterntreff können sich Väter und Mütter in Erziehungsfragen austauschen, aber auch Hilfe holen bei der Bewältigung von Alltagsfragen. In der Kommune Altenkunstadt soll in das Haus Gerbergasse 2 der Elterntreff „Neue Mitte“ des BRK-Kreisverbandes einziehen. So beschloss es der Gemeinderat im Mai vergangenen Jahres. Da die Bauarbeiten für Altenkunstadts neue Mitte noch für eine längere Zeit im vollen Gang sein werden, entschloss man sich für eine Interimslösung.

Der Elterntreff wird zunächst im Obergeschoss des katholischen Pfarrjugendheimes in der Klosterstraße untergebracht. Dort befand sich bis vor kurzem der Interimskindergarten des BRK. Nach der Fertigstellung des „Haus des Kindes plus“ in der Theodor-Heuß-Straße, das Kindergarten, Krippe und Hort in einem Gebäude vereint, sind die Räumlichkeiten in der Klosterstraße freigeworden. Bürgermeister Robert Hümmer wurde vom Gremium beauftragt, mit der katholischen Kirchengemeinde Verhandlungen über eine Verlängerung des Mietvertrages zu führen.

Die Personalkosten für den Elterntreff, der an fünf Tagen in der Woche für vier Stunden geöffnet sein soll, bezifferte Frank Gerstner, Leiter soziale Dienste beim BRK-Kreisverband, auf 27.046 Euro. Geschäftsstellenleiter Alexander Pfaff die monatliche Miete auf 2158 Euro. Über die Sparkassenstiftung soll laut Gerstner die Erstausstattung finanziert werden. In dem Elterntreff soll auch eine Kindertagespflege für bis zu fünf Kinder integriert werden. Auf Nachfrage von Hans-Werner Schuster ( CSU ) teilte Gerstner mit, dass Eltern solche Angebote suchten. Das zeige das Beispiel des Michelauer Elterntreffs. Die Kindertagespflege ist für Gerstner ein ergänzendes Angebot zum Kindergarten und keine Konkurrenz zu ihm. „Wenn der Kindergarten um 17 Uhr schließt, die Eltern aber noch arbeiten müssen, dann kann bis 20 Uhr noch die Tagespflege genutzt werden“, sagte der Fachmann. Rolf Gnatzy verwies darauf, dass es unter dem Dach der katholischen Kirche Eltern-Kind-Treffs gegeben habe. Würden diese noch bestehen, würde das der Gemeinde nichts kosten. Gerstner betonte, dass im Elterntreff eine Mischnutzung mit Vereinen oder kirchlichen Aktivitäten jederzeit möglich seien.

Über das neu gebaute „Haus des Kindes plus“ in der Theodor-Heuß-Straße informierte Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak. Die Baukosten haben sich nach Auskunft des Redners von drei auf 3,5 Millionen Euro erhöht. Zu den 89 Kindergartenkindern seien neun ukrainische Flüchtlingskinder hinzugekommen. Außerdem stellte er das Konzept für den Außenbereich vor. „Vom alten Baumbestand wurde so viel wie möglich erhalten“, sagte Petrak. stö