Viel klassische Gemeinderatsarbeit mit formal nötigen Beschlüssen stand bei der jüngsten Sitzung in Stegaurach auf der Tagesordnung . Dabei wurde auch eine Entschädigungssatzung für das Corona-Schnelltestzentrum beschlossen. Bürgermeister Thilo Wagner (FW-FL) erläuterte dazu, dass in Stegaurach auf jeden Fall richtig abgerechnet werde.

Nachdem viele Betrugsfälle rund um die Corona-Schnelltestzentren in Deutschland Politik und Presse in den vergangenen Wochen beschäftigt haben, stellte Wagner die Lage in Stegaurach ganz anders dar: „Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass wir richtig abrechnen“, so der Bürgermeister . Rund 80 Tests pro Tag würden in der Teststelle in der Aurachtalhalle durchgeführt. So seien von April bis Juni inzwischen 5200 Tests angefallen. Mittlerweile komme man gut mit einer Teststrecke aus, weil nicht mehr so viele Bürger zum Testen kämen, so Wagner. Auch nach Abzug aller Kosten generiere das Testzentrum einen beträchtlichen Gewinn. Diesen Betrag wolle man, so der Bürgermeister , für „etwas Schönes“ einsetzen, zum Beispiel im Bereich Umweltschutz oder Soziales.

Partys auf dem Friedhofsgelände

Erneut wurde über die neue Friedhofsgebührensatzung für die Friedhöfe in Stegaurach , Höfen und Mühlendorf gesprochen. Die Friedhofssatzung wurde schon früher im Jahr beschlossen. Dass es wichtig ist, auf gewisse Regeln insbesondere auf dem Stegauracher Friedhof zu drängen, zeigen wiederholte Vorkommnisse dort: Jugendliche treffen sich für Partys auf dem Friedhofsgelände, das noch nicht komplett eingefriedet ist. Dabei wird oft lautstark bis in die Nacht Alkohol konsumiert, die Flaschen und andere Hinterlassenschaften sind dann am nächsten Morgen noch auf dem Friedhof zu finden. Auch Schmierereien sind zuletzt aufgetreten. Die Gemeinde Stegaurach bittet alle Bürger daher eindringlich, sich auf dem Friedhof angemessen zu verhalten und sich an die aufgestellten Regeln zu halten.

Eine Satzung für die Benutzung des Gemeindearchivs samt Gebührensatzung wurde ebenfalls beschlossen. Außerdem wurde der Jahresabschluss 2018 beschlossen und die Entlastung dazu erteilt. Laut Norbert Dürbeck (FW-FL; Rechnungsprüfungsausschuss) stellte sich die Finanzlage für 2018 geordnet dar. Ohne Kredite und Neuverschuldungen hatte die Gemeinde Stegaurach sogar Liquiditätsüberschüsse vorzuweisen. Daher gab es nur kleine Empfehlungen an die Kämmerei und viel Dank für die gute Zusammenarbeit.

Abschließend wiesen die Gemeinderäte auf verschiedene Aktionen innerhalb der Gemeinde hin. So startete am 14. Juni das Stadtradeln im Landkreis Bamberg. Interessenten können sich unter www.stadtradeln.de/landkreis-bamberg immer noch im Team „Gemeinde Stegaurach “ anmelden und für ein gutes Klima radeln. Außerdem wird die Gemeinde Stegaurach an der Aktion „Gelbes Band“ teilnehmen. Dieses Band aus Papier kann jeder an seinen Obstbäumen anbringen. Damit zeigt der Besitzer an, dass der Baum nicht abgeerntet wird und sich Interessierte somit hier bedienen dürfen. Auch Bäume auf Streuobstwiesen der Gemeinde Stegaurach werden demnächst so gekennzeichnet. Wer sich selbst gegen die Lebensmittelverschwendung einsetzen und mitmachen möchte, erhält das „Gelbe Band“ ab 23. Juni kostenlos im Bürgerbüro des Rathauses.